Mecklenburgische Schweiz

Mecklenburgische Schweiz

So schön wie die Alpen, doch flach und voller Seen: die Mecklenburgische Schweiz.

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    Weites Land: Rund um den Kummerower See gibt es viele Weiden und Grasflächen, die gerade bei Zugvögeln beliebt sind.
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    Auge in Auge mit der Ziege: Im «Haustierpark» in Lelkendorf, ein Stück nordwestlich von Malchin, werden gefährdete Haus- und Nutztierrassen gezüchtet.
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    Die meisten Boote bleiben im Herbst im Hafen - in Salem am Kummerower See geht es dann deutlich ruhiger zu als im Hochsommer.
Der Name der Region trügt. Wer hier Berge vermutet, liegt falsch. Seen und Wälder, Äcker, Weiden, Moore und flache Hügel sind typisch für den Landstrich nördlich der Müritz. Große Städte gibt es nicht, auch nicht viele kleine. Besonders im Herbst und Winter ist es hier still.

Die Region Mecklenburgische Schweiz erhielt ihren Namen angeblich von Erbprinz Georg von Mecklenburg-Strelitz. Er soll ihn sich das Anfang des 19. Jahrhunderts ersonnen haben, weil er die Landschaft so schön fand wie die der Alpen.
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Herbstlicher Ausblick - am Horizont liegt der Kummerower See, der größte der Mecklenburgischen Schweiz.

Natur pur – der Naturpark

Urlauber in der Region, die sich auf die Landkreise Müritz, Güstrow und Demmin verteilen, schätzen gerade das: die Entdeckung der Einsamkeit, die Ruhe, die ungestörte Natur.

Der Blick fällt über weite Weiden bis zum Horizont. Große Krähen sitzen dort auf dem Boden. Weiter entfernt bewegt sich ein Schwarm Vögel wie eine Wolke über den Himmel. Rohrweihe und Schilfrohrsänger fühlen sich in der Region wohl, um die 100 Kranichpaare brüten hier. Auch der Weißstorch zeigt sich in etlichen Dörfern. Teile des Naturparks sind deshalb Europäisches Vogelschutzgebiet.

Im Norden des Naturparks liegen der Kummerower See und das Peenetal. Das Zentrum bilden die Hügelketten und Niederungen, die oft einen Ausblick über die Landschaft geben.

Der Naturpark mit seinen knapp 70.000 Hektar besteht seit 1997. Es gibt insgesamt neun Eingangsbereiche und über das gesamte Gebiet verteilt Wegweiser, Informationstafeln und Beobachtungstürme sowie einen Naturerlebnispfad am Kummerower See. Der Naturpark ist für die Vielfalt und Schönheit seiner Landschaften und seine reiche Naturausstattung bekannt.

Der Kummerower und der Malchiner See gelten als wichtige Rastgebiete für Zugvögel wie Saat- oder Weißwangengänse. Der Kummerower See ist der größte der Region und der viertgrößte in Mecklenburg-Vorpommern.
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Wanderwege gibt es in der Mecklenburgischen Schweiz viele - eine echte Herausforderung sind sie nicht, Steigungen wie in den Alpen sind nicht zu erwarten.

Aktiv in der Mecklenburgischen Schweiz

Der kleine Ferienort Salem liegt am Westufer des Kummerower Sees. Im Sommer kommen viele Wassersportler hierher, vor allem Kanuten und Kajakfahrer. Im Herbst ist die Zahl der Boote überschaubar, dafür kann es beim Paddeln auf dem Wasser schon unangenehm kühl werden.

Rund um den See gibt es viel Wald, Eichen, Kiefern und Buchen. Viele Wanderwege sind ausgeschildert. Die Strecken sind meist flach, nur manchmal geht es auf über 100 Meter hoch. Wer nicht alleine wandern will, kann sich an die Mitwander-Zentrale der lokalen wenden.

Auch für Radfahrer ist die Mecklenburgische Schweiz wegen ihrer flachen Landschaft ideal. Die Tour von Ivenack zum Kastorfer See führt an drei Schlössern bzw. Gutshäusern vorbei und bietet einen Abstecher zum Burgberg Wolde und zu den slawischen Burganlagen Kastorf. Tourvorschläge bietet z.B. der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. Über mit Mitwander-Zentrale werden auch Radtour-Termine angekündigt.
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Schloss Basedow am Ostufer des Malchiner Sees gehört zu den sehenswertesten Herrensitzen in der Mecklenburgischen Schweiz.

Burgen, Schlösser und Fritz Reuter

Lohnenswerte Ausflugsziele gibt es genug in der Mecklenburgischen Schweiz: Burg Schlitz etwa oder die Klosteranlage in Dargun. Auch der Malchiner See ist von Salem schnell erreicht. Am Ostufer lohnen Schloss und Park Basedow einen Abstecher. Das Schloss mit seinen vielen verspielten Giebeln und Türmchen ist Ende des 19. Jahrhunderts nach damaligem Geschmack kräftig umgebaut worden. Der Park wurde um 1840 von Peter Joseph Lenné gestaltet, dem bekanntesten Gartenarchitekten seiner Zeit.
Kachelofen, Chaiselongue und Sekretär erinnern an die Biedermeierzeit. Zu sehen sind aber auch Ausstellungsstücke wie die Studentenmütze, die sich mit Reuters wilden Jahren beschäftigen: Der Autor legte sich mit dem autoritären Obrigkeitsstaat an und landete im Gefängnis. Da lebte er aber schon lange nicht mehr in der Mecklenburgischen Schweiz - in der es damals schon eher ruhig zuging.

Informationen

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Anreise

Die Mecklenburgische Schweiz liegt rund 200 Kilometer nördlich von Berlin.

Der Naturpark Mecklenburgische Schweiz ist mit der Bahn über Malchin oder Teterow zu erreichen.

Mit dem Auto über die A 24 und A 19 sowie über die B 104 nach Malchow oder die B 104 und B 108 nach Teterow. Die "Deutsche Alleenstraße" führt auf ihrer Route von Rügen nach Rheinsberg durch die Mecklenburgische Schweiz (z.B. Demmin).
Adresse
17166 Teterow

Nahverkehr

Regional­bahn

In der Nähe

Quelle: göb/dpa

| Aktualisierung: 17. Mai 2013