Güstrow

Güstrow

In der Barlachstadt Güstrow ist das geschichtliche und kulturhistorische Erbe allgegenwärtig.

  • Das Renaissance-Schloss Güstrow© TMV/Werk 3
    Von der Backsteingotik bis zum Klassizismus schmückt sich die alte Residenzstadt Güstrow mit einem reizvollen Architekturensemble. Eines ihrer prächtigsten Bauwerke ist das überragende Schloss.
  • Auf Barlachs Spuren - Gertrudenkapelle in Güstrow© picture-alliance/ dpa
    Die Gertrudenkapelle in Güstrow, in der seit 1953 Werke des Bildhauers, Grafikers und Literaten Ernst Barlach (1870-1938) gezeigt werden. Barlach gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer des Expressionismus.
  • Atelierhaus von Ernst Barlach in Güstrow© picture-alliance/ dpa
    Blick auf das Atelierhaus des Bildhauers Ernst Barlach am Inselsee in Güstrow. Hier arbeitete ab 1930. Seit 1977 ist das Atelierhaus Teil der Ernst-Barlach-Gedenkstätte, 1994 war die Ernst-Barlach-Stiftung gegründet worden.
  • Ratskeller Güstrow© F. Hoffmann / Creative Commons
    Der Ratskeller in der historischen Altstadt.
  • Der Güstrower Dom© Schiwago / Creative Commons
    Mächtig ist die im 13. Jahrhundert von Fürst Borwin II. gestiftete dreischiffige Pfeilerbasilika.
Güstrow ist die siebtgrößte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern und liegt umgeben von mehreren Seen im nordwestlichen Teil der Mecklenburgischen Seenplatte. Die Stadt befindet sich etwa 45 Kilometer südlich von Rostock.
Schloss Güstrow
© Harke

Das prächtige Schloss zählt zu den schönsten, noch erhaltenen Renaissanceschlössern Norddeutschlands.

Ein prächtiges Renaissanceschloss

Von weit her sieht man das Residenzschloss, das zu den schönsten, noch erhaltenen Renaissanceschlössern Norddeutschlands zählt. Erbaut im 16. Jahrhundert und jahrelang Heimat der Mecklenburger Fürsten ist es heute Kunstmuseum und Veranstaltungsort für klassische Konzerte. Des Weiteren wird eine Sammlung von Jagdwaffen der mecklenburgischen Herzöge gezeigt. Das Schloss ist innen prunkvoll und mit üppigen Stuckdekorationen ausgestattet.
Güstrow Markt
© picture-alliance / dpa/dpaweb

Am Markt von Güstrow bilden die Giebel der alten Häuser eine reizvolle Kulisse.

Verschiedene Stil-Epochen in der historischen Altstadt

Die sehenswerte historische Altstadt wurde nach der Wende umfassend saniert. Bürgerhäuser aus verschiedenen Epochen von Backsteingotik bis Klassizismus können hier bestaunt werden. Auch viele klassizistische Haustüren sind noch erhalten. Der Marktplatz besticht durch sein prächtiges klassizistisches Rathaus und die Pfarrkirche St. Marien. In dieser Hallenkirche befindet sich neben der Skulptur „Engel der Hoffnung“ von Ernst Barlach außerdem ein Flügelaltar und eine Kanzel aus dem 16. Jahrhundert.
Dom in Güstrow
© picture-alliance / dpa/dpaweb

Die dreischiffige Pfeilerbasilika wurde 1226 von Fürst Borwin II. gestiftet.

Der massive Dom

Der Güstrower Dom wurde Anfang des 13. Jahrhunderts vom Stadtgründer Fürst Heinrich Borwin II. gestiftet. Er ist im Stil der norddeutschen Backsteingotik erbaut. Der Übergang von der Romanik lässt sich am lang gestreckten Chorraum und dem kreuzförmigen Grundriss erkennen. Im Inneren des Doms befindet sich unter anderem die Skulptur „Der Schwebende“ von Ernst Barlach. Der Westturm ist 44 Meter hoch. In Zusammenspiel mit dem Domplatz wähnt sich der Besucher im Mittelalter.
«Der Flötenbläser»
© Grimm/dpa/tmn

In der Gertrudenkapelle in Güstrow ist ein Teil von Ernst Barlachs Werk zu sehen, darunter die Plastik «Der Flötenbläser»

Das Erbe Ernst Barlachs

Viele Persönlichkeiten haben im Laufe der Zeit die Stadt geprägt, so auch der Künstler Ernst Barlach, dem Güstrow seinen Beinamen widmet. Der Maler, Grafiker, Bildhauer und Dramatiker zog 1910 nach Güstrow und lebte hier bis zu seinem Tod 1938. Seit 1953 ist die
Gertrudenkapelle Gedenkstätte für den Künstler. Hier werden seine bildhauerischen Arbeiten gezeigt. Auch das Ernst Barlach Atelierhaus und das nebenan liegende Ausstellungsforum zeigen Werke des Wahl-Güstrowers. Idyllisch an den Ufern des Inselsees gelegen, geben die Museen einen umfassenden Einblick in das Schaffen des Künstlers.
Natur- und Umweltpark Güstrow
© Volker G. / Creative Commons

Ein Braunbär im Bärengehege des Natur- und Umweltparks Güstrow

Im Natur- und Umweltpark Flora und Fauna hautnah erleben

Den Titel „Umweltgerechte Stadt“ trägt Güstrow unter anderem wegen des Natur- und Umweltparks. Dieser wurde anlässlich der EXPO 2000 eröffnet. Im Aquatunnel können heimische Fischarten beobachtet werden. Auch Biotope der Mecklenburgischen Landschaft wurden nachgestellt. Im 200 Hektar großen Gelände mit zum Teil begehbaren Volieren und Freigehegen bekommen Besucher unter anderem Wölfe und Eulen zu sehen, seit 2006 außerdem Braunbären.

Segeln und Baden im Inselsee und im Spaßbad

Der etwa 4,5 Quadratkilometer große Inselsee vor den Toren der Stadt ist vor allem bei Anglern und Seglern beliebt. Regelmäßige Segelregatten finden hier statt. In der Mitte des Sees liegt die Schöninsel, der der See seinen Namen verdankt. Auch für Badelustige ist der Inselsee dank seiner sehr guten Wasserqualität bestens geeignet. Ein großer Badestrand nahe dem Kurhaus wird von Rettungsschwimmern bewacht.
Bei schlechtem Wetter empfiehlt sich das Badeparadies Oase. Das Spaßbad lockt mit Riesenwasserrutsche, Wasserspielplatz, Strömungskanal und Unterwassermassageliegen. Schwimmunterricht wird für die kleinen Gäste angeboten. Eine Saunalandschaft mit slawischer Erdsauna, Tepidarium, Rasoul und Laconium sorgt für die nötige Entspannung.
Inselsee
© Patrice77 / Creative Commons

Blick auf den Inselsee und in das Naturschutzgebiet Gutower Moor und Schöninsel.

Radfahren und Wandern um den Inselsee

Um Güstrow können Wanderungen unternommen werden. Ein Wanderweg führt zum Beispiel zur Schöninsel, ein weiterer in die Heidberge. In Güstrow treffen sich auch die Fernradwege Berlin-Kopenhagen und Hamburg-Rügen. Eine Tagestour von 38 Kilometern um die Güstrower Seen ist ebenso möglich. Der Radweg verläuft hauptsächlich auf wenig befahrenen asphaltierten Straßen, stellenweise auf unbefestigten Landwegen und ist leicht hügelig. Mittelalterliche Dorfkirchen sowie Wälder, Seen und Flüsschen erwarten Radwanderer auf dieser Tour.

Informationen

Anreise:

Mit dem Auto: Über die A19 gelangen Urlauber in etwa 2 Stunden nach Güstrow. Von Berlin sind es ca. 200 Kilometer. Zunächst an der Ausfahrt Güstrow abfahren, dann auf der B104 der Ausschilderung folgen. Bis ins Stadtzentrum sind es noch etwa 12 Kilometer.

Mit der Bahn: Der RE 5 (Richtung Rostock) fährt vom Berliner Hauptbahnhof in etwa 2 Stunden 15 Minuten nach Güstrow. Der Interconnex verkehrt einmal täglich vom Berliner Hauptbahnhof in zwei Stunden nach Güstrow.

Karte

Güstrow-Information

Im Stadtmuseum
Franz-Parr-Platz 10
18273 Güstrow

Tel. 03843 / 68 10 23
Arbeiten am Laptop
© Drobot Dean - stock.adobe.com

Berlin-Mail für Individualisten

Zeig, dass Du Berliner bist und sichere Dir Deinen.Namen@Berlin.de als E-Mail-Adresse. Die sichere und zuverlässige Berlin-Mail bietet alles, was Du für den Alltag im Internet brauchst. mehr

Bilderbuch Mecklenburgische Seenplatte

Impressionen der Mecklenburgischen Seenplatte

  • Seeufer im Abendlicht© Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern
    Seeufer im Abendlicht
  • Ausflugsschiff auf dem Malchiner See in der Mecklenburgischen Schweiz© TMV/Hoffmann
    Ausflugsschiff auf dem Malchiner See in der Mecklenburgischen Schweiz
  • Schlosspark Burg Schlitz© TMV/Grundner
    Schlosspark Burg Schlitz

Schlösser und Herrenhäuser in Mecklenburg

  • Hebetempel, Schlosspark Neustrelitz© TMV/Topel
    Hebetempel, Schlosspark Neustrelitz
  • Gutshaus Ludorf© www.seenplatte-impressionen.de
    Gutshaus Ludorf
  • Burg Schlitz© picture-alliance/ dpa
    Burg Schlitz

Urlaubsorte der Mecklenburgischen Seenplatte

  • Waren (Müritz)© dpa
    Waren (Müritz)
  • Waren Stadthafen© Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte e.V.
    Waren Stadthafen
  • Blick auf die Bootshäuser von Röbel an der Müritz© Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern
    Blick auf die Bootshäuser von Röbel an der Müritz

Aktualisierung: 24. April 2010

Mehr zum Thema