Brandenburg will mit Nachbar Polen enger zusammenrücken

Brandenburg will mit Nachbar Polen enger zusammenrücken

Brandenburg will in den kommenden Jahren noch enger mit dem Nachbarland Polen zusammenarbeiten und dafür möglichst viele Lebens- und Politikbereiche verflechten. Das hat das Kabinett nach Angaben der Staatskanzlei am Dienstag beschlossen. Eine dazu vorgestellte Nachbarschaftsstrategie beinhaltet demnach konkrete Ziele, die bis 2030 umgesetzt sein sollen. Europaministerin Katrin Lange nannte drei Hauptziele: Die Gewährleistung des grenzüberschreitenden Zusammenhalts, das Erreichen von nachhaltigem Wachstum in der gemeinsamen Region und die Sicherung und Erhöhung der Lebensqualität ohne Barrieren auch für zukünftige Generationen.

Katrin Lange

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Europaministerin Katrin Lange.

Brandenburg lege damit als erstes ostdeutsches Bundesland eine solche Strategie auch als Beitrag zum 30. Jubiläum des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages vor, erklärte Lange. Der Vertrag mit Polen wurde am 17. Juni 1991 unterzeichnet.
Zur direkten Vernetzung will die Landesregierung den Angaben zufolge ein Online-Polen-Portal zwischen Akteuren und Organisationen einrichten. Zudem will das Europaministerium ein Mentoring-Programm koordinieren, um Partnerschaftstreffen zu unterstützen. Aktuelle brandenburgisch-polnische Themen und Aktivitäten in polnischer Sprache sollen auf der Homepage «brandenburgia.pl» bereitgestellt werden. Die Mehr- und Zweisprachigkeit in der Außenkommunikation sei noch ausbaufähig, hieß es in dem Strategiepapier.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 15. Juni 2021 17:59 Uhr