Unternehmensverbände fordern vehement Öffnungs-Perspektiven

Unternehmensverbände fordern vehement Öffnungs-Perspektiven

Unternehmens- und Branchenverbände in Brandenburg haben von der Landesregierung vehement eine Perspektive für die Öffnung von Unternehmen in der Corona-Pandemie gefordert. «Die Stimmung kippt, eine reine Basta-Politik funktioniert nicht mehr», sagte der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbands Brandenburg, Olaf Schöpe, am Freitag beim Online-Branchendialog Tourismus mit Landeswirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD). Die Regierung sei offensichtlich nicht in der Lage, eine branchenübergreifende Lösung hinzubekommen, kritisierte Schöpe. Er forderte zudem, Vertreter der Wirtschaft bei der Entwicklung von Öffnungsstrategien einzubeziehen.

Auch die Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern, Barbara Nitsche, bot eine Beteiligung der Verbände an einem Stufenplan zur Öffnung der Betriebe an. «Seit fast 12 Monaten befindet sich die Wirtschaft in einer existenziellen Notlage», sagte Nitsche. «Es muss eine Perspektive her - unabhängig davon, wie sich die Corona-Situation bewegt», forderte sie. Dafür habe die Wirtschaft gut funktionierende Hygiene-Konzepte erarbeitet.
Dagegen erklärte Steinbach, Hygiene-Konzepte hätten bei den Überlegungen bislang keine Rolle gespielt. Das Ziel der Regierung sei derzeit nicht die Öffnung von Betrieben. «Was wir vermeiden wollen ist, dass wir Menschen auf der Straße sehen - auf dem Weg zu irgendeinem Angebot», erläuterte Steinbach. «Kontaktverhinderung durch Mobilitätsverminderung.» Bis zu einem möglichen Neustart gebe es die Überbrückungshilfen für die Betriebe, betonte Steinbach.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 12. Februar 2021 16:44 Uhr