Tourismusbranche zu Krise: «Wir werden weiße Flecken haben»

Tourismusbranche zu Krise: «Wir werden weiße Flecken haben»

Wegen der angespannten Lage in der Corona-Pandemie fordert die Brandenburger Tourismusbranche mehr finanzielle Unterstützung vom Land. «Mit kleinen Summen kann man viel bewirken im Tourismus», sagte Markus Aspetzberger, Geschäftsführer des Landestourismusverbands Brandenburg, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Jetzt wäre die Zeit, einen Tourismusfonds oder ein Förderprogramm für Innovation und Wiederaufbau aufzulegen.

Dunkle Wolken ziehen über einem Hotel hinweg

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Dunkle Wolken ziehen über einem Hotel hinweg.

Viele Betriebe hätten in der Krise gelernt kreativ zu denken und müssten darin weiter unterstützt werden. So seien etwa zahlreiche Ideen für mobile Angebote entstanden. Mit Förderung könnten Betriebe ihr Angebot verbreitern und dorthin bringen, wo nach der Krise Angebote fehlten, zeigte sich Aspetzberger überzeugt.
Für die Branche zeichnete der Brandenburger Tourismusverbandschef ein düsteres Bild. Fast jeder fünfte Betrieb im Gastgewerbe sei von einer endgültigen Schließung bedroht. Erste Unterkünfte würden in Mietwohnungen umgewandelt, immer mehr Arbeitskräfte kehrten der Branche den Rücken zu. «Wir werden weiße Flecken haben», sagte Aspetzberger mit Blick auf die Zeit nach der Corona-Pandemie. Es drohten Betriebsaufgaben und weniger Betriebsneugründunge. Die Zahl der Ausbildungsverträge nehme ab.
«Zukunftssignale für die Branche können nicht nur vom Bund kommen», ergänzte Olaf Lücke, Hauptgeschäftsführer des Hotel - und Gaststättenverbandes (Dehoga). Jetzt müssten Rahmenbedingungen und Anreize geschaffen werden, Investitionen auch im kleineren Rahmen und Neugründungen zu ermöglichen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 5. Februar 2021 14:27 Uhr