Tourismusbranche dringt in Pandemie auf schnelle Hilfe

Tourismusbranche dringt in Pandemie auf schnelle Hilfe

Das Gastgewerbe in Brandenburg fordert wegen der erneuten Schließung in der Corona-Pandemie zügige finanzielle Unterstützung. Der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Brandenburg, Olaf Schöpe, warnte am Montag vor einem Kollaps der Branche. «Wir brauchen schnelle Hilfen», sagte er nach einem Austausch der Tourismusverbände mit Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD).

Es könne sein, dass sich Betriebe vom Markt verabschieden müssten, dabei habe die Branche die notwendigen Hygieneregeln «vorbildlich umgesetzt». Der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Markus Aspetzberger, forderte, dass mehr Infektionen nachvollziehbar werden müssten. Steinbach gab den Verbänden mit Blick auf die Schließung von Gaststätten und dem Übernachtungsverbot für Touristen seit diesem Montag bis Ende November die Botschaft mit: «Ihr seid nicht schuld.»
Er warte nun auf die Details für das geplante Hilfspaket, sagte der Minister. Nach den bisherigen Plänen der Bundesregierung sollen Soloselbstständige und Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern ihre Umsatzausfälle im Umfang von 75 Prozent des Umsatzes aus dem November 2019 ersetzt bekommen; bei größeren Unternehmen soll es etwas weniger sein. Im Gastgewerbe arbeiten dem Dehoga zufolge bis zu 60 000 Menschen, im gesamten Tourismus laut Tourismus-Marketing Brandenburg 100 000 Beschäftigte.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 2. November 2020 18:20 Uhr