Tourismusbarometer: Hohe Umsatzausfälle in Brandenburg

Tourismusbarometer: Hohe Umsatzausfälle in Brandenburg

Für die Brandenburger Tourismusbranche bleiben die Auswirkungen der Corona-Pandemie aus Sicht der Sparkassen ein großer Unsicherheitsfaktor.

Blick auf den Neuen Garten im Schloss Cecilienhof

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Blick auf den Neuen Garten im Schloss Cecilienhof.

Die Unternehmen beklagen hohe Umsatzeinbußen in den Monaten März bis Mai, heißt es im Tourismusbarometer des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, das am 09. September 2020 in Potsdam vorgestellt wurde. Das Barometer ist eine regelmäßige Analyse der Lage in den ostdeutschen Tourismusregionen. Es will die amtliche Statistik etwa mit einem Überblick über das Qualitätsniveau der Betriebe ergänzen.
Im Jahr 2019 erreichte das Land mit 14 Millionen Übernachtungen in Hotels, Pensionen und auf Campingplätzen 2019 ein Plus von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Corona-Pandemie sei nun eine Zäsur, hieß es. Im ersten Halbjahr mussten Nachfragerückgänge von 42,5 Prozent bei den Übernachtungen und 50,5 Prozent bei den Ankünften im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verkraftet werden.
Die stärksten Einbußen wurden nach den Angaben im Dahme-Seengebiet mit minus 52,1 Prozent und die Landeshauptstadt Potsdam mit minus 51,8 Prozent registriert. Das Lausitzer Seenland hatte mit knapp minus 27 Prozent geringere Einbrüche. Bundesweit lag das Minus bei Übernachtungen bei minus 47,2 Prozent von Januar bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Wichtig sei die Zufriedenheit der Gäste mit der Qualität ihrer Übernachtungsquartiere. Die Qualitätsarbeit bleibe damit eine wichtige Aufgabe, wird in dem Tourismusbarometer betont. Appelliert wird an Touristiker, Landräte, Bürgermeister und Kämmerer, bei Haushaltsplanungen Entwicklungsstrategien für den Tourismus zu berücksichtigen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 9. September 2020 13:11 Uhr