Viele Ausflügler und wenige Polizeieinsätze am Vatertag

Viele Ausflügler und wenige Polizeieinsätze am Vatertag

Die Brandenburger haben sich den Vatertag nicht von der Corona-Krise verderben lassen. Sie feierten am Donnerstag und zogen teils in Gruppen umher, nahmen aber nach Einschätzung der Polizei - abgesehen von wenigen Ausnahmen - Rücksicht auf die geltenden Auflagen. «Es ist ein ganz normaler, bisher noch ruhiger Himmelfahrtstag», sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums. Bei trockenem Frühlingswetter und angenehmen Temperaturen zog es viele Brandenburger ins Freie.

Bollerwagen

© dpa

Ein Bollerwagen wird am Vatertag gezogen.

Bis zum Nachmittag rückten die Beamten zu rund 500 Einsätzen landesweit aus. Das entspreche etwa der Zahl der vergangenen Jahre, sagte der Sprecher. Die Polizei zählte tagsüber zunächst 16 Ansammlungen, bei denen Vatertags-Gruppen den gebotenen Abstand zum Schutz vor dem Coronavirus nicht einhielten. In Brandenburg dürfen sich Menschen aus zwei Haushalten oder Familien treffen, wenn sie untereinander mindestens 1,50 Meter Abstand halten.
Der Potsdamer Volkspark war gut besucht - vor allem auf Spielplätzen und in nahen Cafés war es voll. Viele Besucher machten ein Picknick im Grünen und genossen den Feiertag. An der Talsperre Spremberg in der Lausitz herrschte Hochbetrieb. Familien waren mit Fahrrädern unterwegs oder mieteten sich Kanus für eine Tour auf dem See. Die Imbisse und Gaststätten waren nach Reporterangaben voll.
Die Campingbetreiber in Brandenburg erwarteten viele Gäste, manche Plätze waren vorher bereits ausgebucht. Das Campen mit der Nutzung von Gemeinschaftstoiletten und Duschräumen ist in Brandenburg allerdings erst ab dem 25. Mai erlaubt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 22. Mai 2020 10:35 Uhr