Sanierung der Insel im Senftenberger See geht bald weiter

Sanierung der Insel im Senftenberger See geht bald weiter

Nach dem Böschungsrutsch der Insel im Senftenberger See vor einem Jahr sollen Anfang November die Sanierungsarbeiten fortgesetzt werden.

Inselteile in Bergbaufolgesee abgerutscht

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13.09.2018, Brandenburg, Senftenberg: Bäume stehen im Wasser des Senftenberger Sees. Der Teil einer Insel, auf dem die Bäume stehen, war über Nacht in den See abgerutscht.

Bis März kommenden Jahres sollen die Flora und Fauna der Insel kartiert werden, wie Uwe Steinhuber, Pressesprecher des Bergbausanierers LMBV am Donnerstag, den 5. September 2019 auf Nachfrage bestätigte. Zunächst hatte der rbb über die Sanierungsmaßnahmen berichtet.
Steinhuber zufolge seien die Arbeiten ein notwendiger Schritt, bevor mit der Befestigung des Inseluferbereiches begonnen werden könne. Die Planungen für die Sanierung der Insel würden in Abstimmung mit dem Landesamt für Umwelt und dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe durchgeführt. Laut LMBV könne die Sanierung der Insel bis zu zehn Jahre dauern.
Am 13. September 2018 war ein 250 mal 200 Meter großes Stück der unverdichteten Insel abgerutscht. Der See ist aus einem ehemaligen Tagebau entstanden, die Insel ist eine aufgeschüttete Kippe. Als einer der Gründe für den Rutsch nannte Steinhuber den niedrigen Wasserstand im See. Feinere Sande, die dort ebenfalls aufgeschüttet sind, hätten durch den niedrigen Wasserdruck ihre Haftung verloren.
Kurz nach dem Vorfall war der See im September komplett gesperrt worden. Bis Ende März 2019 wurde laut LMBV die Neigung der Inselböschung wiederhergestellt, um die vorgelagerten Bereiche zu stabilisieren und Fahrtwege für die Schiffe wiederherzustellen. Im Frühjahr 2019 war der See wieder für den Schiffsverkehr freigegeben worden.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 6. September 2019 09:32 Uhr