Großer Umzug zum Abschluss des Trachtenfestes

Großer Umzug zum Abschluss des Trachtenfestes

Etwa 2500 Menschen aus ganz Deutschland, Polen, den Niederlanden und der Ukraine haben am Sonntag am großen Trachtenumzug in Lübben teilgenommen.

Deutsches Trachtenfest

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Mitglieder des Spreewälder Frauenchors in ihren Trachten.

Der Umzug war der Höhepunkt des dreitägigen Deutschen Trachtenfestes. Etwa 70 Trachtengruppen zeigten unter dem Motto «Tracht verbindet» üppige Stickereien, prächtige Hauben und riesige Röcke. Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) war als Schirmherr des Treffens zu dem Umzug gekommen.

Tracht ist mehr als Kleidungsstück

Eine Tracht sei mehr als ein Kleidungsstück, betonte er laut einer Mitteilung der Staatskanzlei. «Die Tracht, hier im Spreewald insbesondere die sorbische Tracht, ist eine Botschafterin unseres kulturellen Reichtums, von Heimatgefühl und Lebensfreude.» Das Fest verbinde Menschen aus verschiedenen Regionen, Ländern und Generationen. «Sie geben ihr Wissen über Kulturgeschichte weiter und bewahren regionale Identität», sagte Woidke. Das Land unterstützte das Fest mit 49.000 Euro.
Ein Blickfang seien beispielsweise die Trachten von der Insel Föhr, die reich behangen sind, sagte Stadtsprecherin Dörthe Ziemer. Die Amulette seien häufig mit Kreuz, Herz und Anker als Symbole für Glaube, Liebe und Hoffnung verziert. Ganz anders sei der südwestdeutsche Gauverband der Heimat- und Trachtenvereine aufgetreten. Er ließ vor dem Publikum rhythmisch Peitschen knallen.

Feiern auf drei Bühne und zwei Tanzböden

Zuvor war drei Tage auf drei Bühnen und zwei Tanzböden gefeiert worden. Lübben als Gastgeberstadt wollte den Spreewald als eine traditionsreiche ländliche Trachtenregion präsentieren. Vor allem sorbische Bräuche, typisches Handwerk und traditionelle Feste wurden gezeigt. Ausrichter des Festes waren die Stadt Lübben gemeinsam mit dem Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverband.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 20. Mai 2019 08:48 Uhr