Flutung des Ostsees weiter ausgesetzt

Flutung des Ostsees weiter ausgesetzt

Die Flutung verzögert sich, weil es in der gesamten Region zu trocken ist. Das wertvolle Wasser bekommen andere.

Cottbuser Ostsee

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Blick über den ehemaligen Braunkohletagebau Cottbus-Nord (Luftaufnahme mit einer Drohne).

Die begonnene Flutung des Cottbuser Ostsees ist weiter unterbrochen. Das teilte das Energieunternehmen Leag als Betreiber am Freitag mit. Aufgrund der aktuellen Trockenheit im gesamten Einzugsgebiet der Spree sei keine Wassermenge zur Flutung zugeteilt worden. Vorrang hätten etwa die Versorgung von Industrie und Fischerei sowie Schifffahrtswege, sagte eine Sprecherin auf Anfrage.
Die erst Mitte April begonnene Flutung des Cottbuser Ostsees war nach knapp zwei Wochen wieder gestoppt worden. Die derzeitige Situation sei nicht untypisch, sagte die Sprecherin weiter. «In unseren Modellrechnungen für die Flutungsdauer sind solche Phasen einberechnet.»
Bisher wurden rund 735 000 Kubikmeter Spreewasser in den Ostsee eingeleitet. Nach Angaben der Leag soll für den riesigen künstlichen See Wasser aus der Spree über den Hammergraben in das Tagebauloch fließen - insgesamt rund 45 Millionen Kubikmeter jährlich. Der Ostsee soll einmal eine Wasserfläche von knapp 19 Quadratkilometern haben.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 3. Mai 2019 13:02 Uhr