Erster Tagebausee aus Bergaufsicht entlassen

Erster Tagebausee aus Bergaufsicht entlassen

Mit dem Gräbendorfer See bei Vetschau am südlichen Rand des Spreewalds ist am Mittwoch (5. September 2018) erstmals seit der Wende ein größerer Tagebau-See in Brandenburg aus der Bergaufsicht entlassen worden.

Im Lausitzer Seenland

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Blick aus einem Hubschrauber auf den Sedlitzer See, der zum Baden freigegeben wurde.

Im Beisein von Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) wurde die entsprechende Urkunde vom Landesamt für Bergbau an die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) übergeben. Auf dem Gelände waren von 1984 bis 1992 rund 36 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert worden. Von 1996 bis 2007 wurde das Areal geflutet. Heute ist es ein 457 Hektar großer See - das sind mehr als der halbe Große Müggelsee in Berlin. Der See soll jetzt touristisch weiterentwickelt werden.

Wichtiger Baustein für Entwicklung der Lausitz

«Die 1990 begonnene Neugestaltung der Bergbaufolgelandschaft trägt zunehmend sichtbare Früchte», sagte Woidke. «Das ist ein wichtiger Baustein für die Strukturentwicklung in der Lausitz insgesamt.» Allein in der Brandenburger Lausitz sollen aus früheren und noch aktiven Tagebauen Seen mit einer Wasserfläche von mehr als 11.500 Hektar entstehen.» Das entspricht in etwa der Größe der Müritz. Derzeit wird in einer Kohlekommission der Bundesregierung beraten, bis wann die Förderung von Braunkohle noch laufen soll.
Senftenberger See im Lausitzer Seenland
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Lausitzer Seenland

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 5. September 2018 14:47 Uhr