Ab Herbst Bauvorbereitungen für Karls Feriendorf

Ab Herbst Bauvorbereitungen für Karls Feriendorf

Es dreht sich alles um Erdbeeren: Im Erlebnisdorf in Elstal sollen Familien künftig sogar in Erdbeerhäuschen übernachten können. Bis es so weit ist, stehen noch einige Aufgaben an.

Menschenansammlung

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Das Erlebnisdorf Karls Erdbeerhof hat jährlich rund eine Million Besucher. Foto: J. Kalaene/Archiv

Elstal (dpa/bb) - Im Erlebnisdorf Karls Erdbeerhof in Elstal bei Wustermark nördlich von Berlin starten im Herbst die Vorbereitungen für den Bau einer mehreren Millionen Euro teuren Ferienanlage. Der Freizeitpark entsteht auf einem ehemaligen Kasernengelände. Auf einem ersten, zwölf Hektar großen Abschnitt werde das Baufeld vorbereitet, sagte Robert Dahl, Geschäftsführer von Karls Erlebnis-Dorf, auf Anfrage. Die ersten Urlauber sollen 2020 in dem Familienunternehmen begrüßt werden. Der Erdbeerhof zieht bislang jährlich rund eine Million Besucher an.
Die ursprünglich für das Gesamtprojekt ins Auge gefasste Investitionssumme von rund 100 Millionen Euro werde vermutlich nicht ausreichen, sagte Dahl. Die Zahl der bislang etwa 160 Mitarbeiter im Erdbeerhof soll durch den Freizeitpark auf etwa 500 bis 600 anwachsen.
Bundesweit gibt es fünf Karls Erlebnisdörfer. In dem Familienunternehmen können Besucher ihre Freizeit verbringen. Verkauft werden dort im Jahr insgesamt rund 6000 Tonnen Erdbeeren, geerntet von Feldern des Betriebes in Rövershagen bei Rostock in Mecklenburg-Vorpommern. In Manufakturen erleben die Gäste, wie Bonbons, Marmeladen oder Kartoffelchips hergestellt werden. Für Kinder gibt es Spielmöglichkeiten. Dazu wird Erlebnisgastronomie angeboten.
Aktuell werde an den gesamten Unterlagen für das zuerst folgende Raumordnungsverfahren gearbeitet, bei dem die Auswirkungen dieses überregionalen Projektes in der Region untersucht werden, sagte Holger Schreiber (parteilos), Bürgermeister des Ortes Wustermark, zu dem Elstal gehört. Aufgrund der Größe und Komplexität dieses Projektes bedeute das eine erhebliche Herausforderung.
Mit dem Vorhaben verbinde die Kommune besondere Hoffnungen, sagte Schreiber. Zum einen werde eine Konversionsfläche genutzt, zum anderen entstehe ein Ferienressort in perfekter Lage. «Es wird zur weiteren Attraktivität der Gemeinde Wustermark beitragen», sagte er.
Im Februar vor einem Jahr hatte Firmeninhaber Dahl das insgesamt etwa 71 Hektar große ehemalige russische Kasernengelände nahe dem bereits bestehenden Erlebnisdorf erworben. Das derzeit laufende Raumordnungsverfahren solle bis Jahresende abgeschlossen sein. Parallel werde der Bebauungsplan für die Bürger ausgelegt.
Auf dem ersten Bauabschnitt entstehen laut den Angaben ein Hotel und 60 Ferienhäuser. Zunächst werden alte Militärgebäude abgerissen. Systematisch wird nach Kampfmitteln gesucht. Bis 1992 nutzten russische Streitkräfte das Areal. «Vorbereitet wird auch die Umsiedlung von 200 bis 300 dort lebenden geschützten Zauneidechsen», sagt Dahl. Die Tiere finden in der Döberitzer Heide eine neue Heimat.
Die Bauarbeiten sollen dann im April 2019 beginnen. «Das Hotelgebäude wird im Stil an unsere Manufakturen im Erlebnisdorf erinnern», sagte Dahl. Die 60 Familien-Ferienhäuser aus Holz sollen wie große Erdbeeren aussehen: rote Fassaden und ein grünes Dach in Anlehnung an die Blütenblätter.
Auf dem riesigen Areal sind acht unterschiedliche Themengebiete geplant, mit jeweils anderen Ferienhaustypen. Nach Angaben von Dahl wird es 2000 Betten für Urlauber geben. «Wir glauben an unser spezielles Konzept und orientieren uns am Markt für familienfreundlichen Urlaub», sagte er.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 21. März 2018 07:00 Uhr