Uckermark: Viel Grün, viel Ruhe, viel Einsamkeit

Uckermark: Viel Grün, viel Ruhe, viel Einsamkeit

In der dünn besiedelten Region im Nordosten Brandenburgs lässt sich's prima Radfahren, Wasserwandern - oder einfach nur Entspannen.

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    Viel Grün und viel unberührte Natur - in der Uckermark finden Urlauber auch beim Paddeln Ruhe und Entspannung.
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    Ein Steg direkt am See - beim Baden in der Uckermark gibt es kein Gedrängel am Ufer.
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    In der Uckermark gibt es viel zu entdecken: Wälder und Seen, Pflanzen und Tiere, die anderswo kaum noch zu finden sind.
  • Wasserbüffel im Nationalpark «Unteres Odertal»© picture-alliance/ dpa
    Wasserbüffel stehen im Nationalpark «Unteres Odertal» in Nordostbrandenburg unweit von Gartz entfernt auf einer Wiese.
  • Schloss Boitzenburg© TMB-Fotoarchiv/Boettcher + Tiensch
    Das Wasserschloss aus dem 16. Jahrhundert ist eines der größten Renaissanceschlösser Norddeutschlands. Vermutlich ab 1250 angelegt, 1740 als Barockschloss ausgebaut. Das Schloss liegt auf einer Insel die um 1840 von Peter Joseph Lenne als prachtvoller Landschaftspark im englischen Stil ausgestaltet wurde.
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    Blick auf alte Fachwerkhäuser in der nordbrandenburgischen Stadt Templin, hinter denen sich die Maria-Magdalenen-Kirche erhebt.
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    Mitten in Templin: Die barocke St. Maria-Magdalenen-Kirche aus dem 18. Jahrhundert ist die Hauptkirche der evangelischen Gemeinde.
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    Schiff bei Templin. Templin liegt an mehreren Seen.
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    Boote auf Gewässern der Uckermark.
Die Uckermark nordöstlich von Berlin ist zwar ein ausgesprochen großer Landkreis, aber ein sehr dünn besiedelter. Genau diese Mischung macht für viele Besucher ihren Reiz aus. Uckermark-Touristen sind vor allem auf der Suche nach Erholung in der Natur. In der eiszeitlich geprägten Hügellandschaft gibt es Seen, Wälder und Pflanzen oder Tiere, die anderswo kaum noch zu finden sind. Die Region fasziniert offensichtlich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel bis heute. Sie besitzt ein Sommerhaus in der Nähe von Templin, wo sie aufgewachsen ist.

60 Prozent Landschafts- und Naturschutzgebiete

In dem «Toskana des Nordens» genannten Landstrich findet der Besucher ein Netz von Rad-, Wander- und Wasserwegen. Gerade die Möglichkeit zur aktiven Erholung und auch die Weite der Landschaft ist für viele Besucher attraktiv. Sechzig Prozent des Landkreises sind als Landschafts- oder Naturschutzgebiete eingestuft. Mit dem Nationalpark Unteres Odertal, dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und dem Naturpark Uckermärkische Seen finden sich drei überregional bedeutsame Schutzgebiete in der Region.

Radfahren, Wandern und Paddeln

Neben Radtouren oder naturkundlichen Wanderungen durch das Schutzgebiet empfehlen sich geführte Kanutouren, bei denen Besucher wild-romantische Altarme der Oder erkunden können. Um Biber, die anderswo längst als ausgestorben gelten, geht es im Naturpark. Bei geführten Touren auf seinen Spuren erfahren Wanderer unter anderem, wie es die Nagetiere geschafft haben, dort einen beeindruckenden Stausee anzulegen.

Architektonische Perlen

Auch die Leistungen menschlicher Baumeister können Besucher in der Uckermark besichtigen: Von Herrenhäusern wie dem einstigen Schloss derer von Arnim in Boitzenburg über Dorfkirchen, Ackerbürgerstädtchen-Architektur wie in Angermünde oder nach der Sanierung kaum wieder zu erkennende Plattenbauten wie in Schwedt reicht die Bandbreite. Mittelalterliche Wehranlagen und Zeugnisse norddeutscher Backsteingotik findet der Gast ebenso.

Templin, die «Perle der Uckermark»

In der Kurstadt Templin, die als «Perle der Uckermark» für sich wirbt, gibt es außerdem ein Thermalbad und eine Westernstadt, deren Besucher sich ins Amerika des 18. Jahrhunderts versetzen lassen. Ganz in der Nähe steht eines der wegen ihrer architektonischen Vielfalt bekannten uckermärkischen Gotteshäuser. Im «Kirchlein im Grünen» von Alt Placht können Besucher mit etwas Glück Horst Kasner, dem Vater der Bundeskanzlerin, begegnen. Der Pfarrer im Ruhestand hält manchmal Gottesdienste und berichtet des Wegs kommenden Radfahrern, was es mit dieser Kirche ohne Dorf auf sich hat.

Informationen

Prenzlau auf der Karte:

Anreise:

Die Uckermark liegt nordöstlich von Berlin. Wichtige Orte sind Prenzlau, Templin, Angermünde und Schwedt/Oder.

Mit der Bahn: Der RE3 und RB66 fahren Richtung Uckermark.

Mit dem Auto: Mit dem Auto gelangt man über die A11 und die A20 in die Uckermark.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 19. Mai 2020