Stahnsdorf

Stahnsdorf

Stahnsdorf, eine kleine Gemeinde am südlichen Stadtrand von Berlin, ist vor allem durch den 1909 errichteten Südwestkirchhof bekannt.

  • Eine Führung über den Friedhof in Stahnsdorf© dpa
    Was ist eigentlich ein Mausoleum? Olaf Ihlefeldt erzählt es Kindern auf dem Friedhof in Stahnsdorf.
  • Ullstein-Grabstätte© dpa
    Die Grabstätte von Louis-Ferdinand Ullstein.
  • Südwestfriedhof Stahnsdorf© picture-alliance / dpa/dpaweb
    Auf dem Südwestkirchhof von Stahnsdorf steht der Tempel der Familie Kühn. Der in einem Wald gelegene Kirchhof ist ein Schmuckstück historischer Grabmalkunst. Dort befinden sich Gräber berühmter Maler, Schriftsteller, Unternehmer sowie des Berliner Großbürgertums.
  • Grabsteine auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf© dpa
    Auch der Opfer des 1. und 2. Weltkrieges wird gedacht.
  • Südwestkirchhof in Stahnsdorf© dpa
    Die britischen Grabsteine sollen saniert werden.
  • Grabfigur auf dem Südwestkirchhof© dpa
    Rehe und Wildschweine nehmen überhand. Foto: Patrick Pleul/Archiv
Nicht weit vom S-Bahnhof Teltow liegt die kleine Gemeinde Stahnsdorf, die bereits im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde. Doch erst mit dem Bau des Teltowkanals und der Eröffnung des Südwestkirchhofs Anfang des 20. Jahrhunderts erlangte Stahnsdorf regionale Bekanntheit.

Südwestkirchhof Stahnsdorf

Auch heute noch ist vor allem der Friedhof für viele Besucher interessant, liegen hier doch berühmte Leute wie Rudolf Breitscheid, Gustav Langenscheidt, Friedrich-Wilhelm Murnau, Werner von Siemens oder Heinrich Zille. Aber auch die schiere Größe beeindruckt: Mit 206 Hektar Fläche ist der Südwestkirchhof der größte Waldfriedhof Europas. Kunst- und kulturhistorisch ist der Friedhof mit seinen vielen Skulpturen, gestalteten Mausoleen und Grabsteinen ebenfalls von großer Bedeutung.

Dorfkirche Stahnsdorf

Für einen ausgiebigen geschichtsträchtigen Spaziergang bietet sich auch die Dorfkirche Stahnsdorf und das 1805 errichtete Schloss im Ortsteil Güterfelde an. Die aus Feldsteinen erbaute Dorfkirche ist eine der ältesten in der Region Teltow: Ihre Geschichte beginnt bereits im 13. Jahrhundert. Das Gotteshaus wird damit der Spätromanik zugerechnet. Bedeutendstes Ausstattungsstück der Dorfkirche ist der spätgotische Flügelaltar mit geschnitzten Heiligenfiguren, der um 1430 entstanden ist.

Schloss Güterfelde

Das prunkvolle Schloss im Ortsteil Güterfelde war einst ein klassisches Adelsschloss, dann Bürgerschloss und Altenheim. Inzwischen ist es von Grund auf saniert und beherbergt über 30 Eigentumswohnungen. Der nördliche Schlosspark mit Barockgarten, Pleasuregrounds und Rosarium soll nach historischen Plänen wiederhergestellt werden und für die Öffentlichkeit weiterhin zugänglich bleiben. An der Westseite des Schlosses entstehen weitere Wohngebäude.

Spaziergang durch die Parforceheide

Die Parforceheide westlich von Stahnsdorf ist eines der letzten großen zusammenhängenden Waldgebiete in der Region Berlin. Der fast zweieinhalbtausend Hektar große Park war einst das Jagdgebiet von Friedrich Wilhelm I. und ist vor allem von dichtem Kiefernbestand geprägt. Bei Stahnsdorf dominieren Grünland, Trockenrasen, Ackerflächen, Hecken und Kopfweiden - perfekt für ausgedehnte Spaziergänge, zum Beispiel rüber nach Babelsberg oder zum Jagdhaus Stern bei Potsdam.

Informationen

Stahnsdorf auf der Karte:

Anreise:

Mit der Bahn: Aus Richtung Potsdam und vom S-Bahnhof Teltow können Besucher mehrere Buslinien bis Stahnsdorf Bahnhofstraße nehmen.

Mit dem Auto: Mit dem PKW ist Stahnsdorf über die A115 (Avus) zu erreichen.

Quelle: Gemeinde Stahnsdorf/Stadt Potsdam/Berlin.de

| Aktualisierung: 9. September 2016