Motivationsprobleme im Studium lösen

Motivationsprobleme im Studium lösen

Studenten mit häufigen Motivationsproblemen haben sich möglicherweise für das falsche Studienfach entschieden. Dann hilft es, die Vorstellungen von Studium und Beruf zu überdenken.

Studierende in der Bibliothek

© dpa

Jedes Studium hat auch seine nervigen Seiten. Wer allerdings dauerhaft keine Lust hat, sollte überprüfen, ob er gerade den richtigen Berufsweg nimmt.

Jedes Studium ist gelegentlich mühsam. Ein Wechsel des Studiengangs kann helfen. Davor sollte man sich allerdings klar machen, was ein neues Studium mit sich bringt.

Ziele müssen zur Person passen

Wer an der Hochschule ständig Probleme hat, sich zu motivieren, studiert vielleicht das falsche Fach. «Ganz oft sind Motivationsprobleme von Studenten darauf zurückzuführen, dass die gesetzten Ziele nicht zur Person passen», sagt Prof. Georg Felser von der Hochschule Harz, der einen Ratgeber zum Thema Selbstmotivation geschrieben hat. Studenten, die sich ständig lustlos in die Uni schleppen, sollten sich daher fragen, ob das Studium zu ihnen passt.

Erfolg setzt Interesse an Fach oder Berufsaussicht voraus

Eine gute Frage, um das herauszufinden, ist die Frage: «Was löst dieses Studium oder das daran anschließende Berufsbild bei dem Hochschüler aus?», so Prof. Felser. Stellen Studenten fest, dass das Studienfach sie emotional kalt lässt, sollten sie über einen Wechsel nachdenken. Denn erfolgreicher seien meist jene Studenten, die für ein Fach oder zumindest für die daran anschließende Berufstätigkeit brennen.

Informationen über alternatives Studienfach sammeln

Vor einem solchen Wechsel sollten Hochschüler jedoch zunächst ausreichend Informationen über das alternative Studienfach sammeln. Auf der einen Seite sollten sie dabei Fakten aus der Studienordnung etwa zur Anzahl der zu absolvierenden Prüfungen heranziehen, rät Prof. Felser. Auf der anderen Seite sei es genauso wichtig, Studenten zu befragen, die dieses Fach bereits studieren. Denn dann lasse sich besser einschätzen, wie es sich anfühlt, dieses Fach zu studieren und wie der Studienalltag in dem Studiengang aussieht.

Studiengangwechsel konsequent durchziehen

Wenn Studenten sich für einen Studiengangwechsel entschieden haben, sollten sie den neu eingeschlagenen Weg dann allerdings auch konsequent bis zum Ende gehen. «Es bringt dann nichts, über Alternativen nachzudenken, die man nun nicht mehr verwirklichen kann», sagt Prof. Felser. Wer sich etwa dafür entschieden habe, Betriebswirtschaftslehre zu studieren, sollte nicht mehr darüber nachdenken, wie sein Leben verlaufen wäre, wenn er an die Hochschule für Kunst gegangen wäre. «Das ist kontraproduktiv und führt zu nichts», warnt Prof. Felser.

Fotostrecke:

  • Freie Universität Berlin© David Ausserhofer FU
    Universitäten in Berlin

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 11. Juni 2012 10:42 Uhr