Bachelor treibt Studenten zum Studienabbruch

Bachelor treibt Studenten zum Studienabbruch

Wo sich Massenunis über Platzmangel beklagen, hilft der Bachelor - denn jeder Dritte ergreift vor ihm die Flucht.

Vorlesung

© dpa

Viele Studierende, insbesondere im naturwissenschaftlichen Bereich, sind im Bachelor überfordert.

Der Bachelor überfordert offensichtlich viele Studenten: Leistungsprobleme und Prüfungsversagen sind die Hauptgründe für einen Studienabbruch. Das hat das Hochschul-Informationssystem (HIS) in Hannover ermittelt, das Abbrecher befragt hat.

Bachelor treibt Abbrecherquote in die Höhe

Davon hat 2008 jeder Vierte im Bachelor sein Studium in erster Linie abgebrochen, weil ihm die Studienanforderungen, der Leistungsdruck und die Stoffmenge zu hoch erschienen. In herkömmlichen Studiengängen sagt das nur jeder sechste Abbrecher (17 Prozent).
Im Bachelor gibt es außerdem mehr Studienabbrecher als im alten System. Dem HIS zufolge wirft fast jeder dritte Bachelorstudent (30 Prozent) das Handtuch. Im Schnitt aller Studenten macht das nur jeder Fünfte (21 Prozent).

Studenten sind dem Pensum nicht gewachsen

Die Zunahme des Leistungsdrucks zeigt sich auch beim Vergleich mit früheren Aussagen von Abbrechern. So fühlte sich 2008 fast jeder Dritte (31 Prozent) von ihnen dem Studium nicht gewachsen - im Studienjahr 2000 war es erst jeder Fünfte (20 Prozent). Neuerdings geben 20 Prozent Leistungsprobleme als Grund für den Studienabbruch an, weitere 11 Prozent das Durchfallen bei Prüfungen. 2000 lagen die Werte noch bei 12 und 8 Prozent.

Unterschiede innerhalb der Studiengänge

Besonders hoch ist der Leistungsdruck anscheinend für angehende Naturwissenschaftler und Ingenieure: Von den Abbrechern unter ihnen geben 32 beziehungsweise 24 Prozent Leistungsprobleme als ausschlaggebend für ihren Ausstieg an. In den Sprach- und Kulturwissenschaften liegt der Wert nur bei 8 Prozent.
In diesen Bereichen hat die neue Studienstruktur den Angaben nach eher positiv gewirkt: Die Abbruchquote ist in der Vergangenheit gesunken. In den Ingenieur- und Naturwissenschaften hat sich die Lage dagegen verschärft. An den Fachhochschulen, die vor allem solche Fächer anbieten, sind vom Absolventenjahrgang 2006 rund vier von zehn (39 Prozent) Studenten im Bachelor vorzeitig ausgestiegen.

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| Aktualisierung: Donnerstag, 14. Januar 2010 12:43 Uhr

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