Sprechstunde beim Prof: Fünf Fettnäpfchen

Sprechstunde beim Prof: Fünf Fettnäpfchen

Immer wieder brauchen Studierende im Unialltag eine Rückmeldung von ihrem Professor. Mit diesen Tipps stoßen sie dabei in der Sprechstunde auf ein offenes Ohr.

In der Vorlesung

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Mit seinem Professor hat man nicht nur in der Vorlesung zu tun. Studenten sollten den richtigen Ton im Gespräch mit ihrem Professor treffen.

Gute Kommunikation mit dem Professor kann ein Studium deutlich erleichtern. Schließlich brauchen Studierende immer wieder etwas von ihm - eine Unterschrift, einen Aufschub, einen Rat oder eine Rückmeldung. Fünf Fehler, die sie besser vermeiden sollten:

1. Mit jedem Anliegen zum Professor gehen

Bei vielen Anliegen muss man sich nicht direkt an den Professor wenden oder in seine Sprechstunde gehen. Sie lassen sich auch per E-Mail, über den Assistenten oder in der Arbeitsgruppe klären. «Studierende sollten vorab absprechen, über welchen Kanal sie ihr Anliegen vortragen können», empfiehlt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk.

2. Den Professor unnötig zutexten

Wer in die Sprechstunde geht, sollte sein Anliegen knapp, sachlich und freundlich vortragen. Denn Studierende sollten nicht vergessen: Sie sind einer von vielen. «Machen Sie sich vorher klar, welches Ziel dieses Gespräch hat und konzentrieren Sie sich darauf», sagt Grob.

3. Den Professor unter Druck setzen

Müssen Studenten aufgrund der Prüfungsordnung Fristen einhalten, sollten sie sich frühzeitig melden. «Denken Sie an die Arbeitszeiten der anderen. Es kommt nicht gut, wenn Sie Zeitdruck an Ihren Professor weitergeben», sagt Grob. Wer also beispielsweise Aufschub für seine Seminararbeit braucht, sollte dem Professor genügend Zeit für eine Antwort geben. «Besser mehrere Tage vor dem Abgabetermin darum bitten, statt mitten in der Nacht panisch eine Mail zu schreiben», rät Grob.

4. Die Anfrage zu lässig formulieren

Wer seinem Professor eine E-Mail schreibt, sollte auf keinen Fall einen Chat-Stil verwenden. Tabu sind auch Emoticons, Ironie, vorschnelle Vertrautheit oder Forderungen. Besser: «Verwenden Sie den vollen Titel und Nachnamen, sowie einen förmlichen, freundlichen Stil», empfiehlt Grob. Das mit dem förmlichen, aber freundlichen Stil gilt natürlich auch für das persönliche Gespräch.

5. Trotz Du den sachlichen Ton vergessen

In kleineren Seminaren bietet der Professor seinen Studierenden manchmal das «Du» an. «Studierende können das Angebot annehmen, sollten dann aber ihren freundlichen und sachlichen Ton beibehalten», rät Grob. «Die Hochschule ist keine Kuschelecke.» Wer den Professor wie einen Arbeitgeber behandelt, findet sicherlich den richtigen Ton.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 21. August 2017 13:15 Uhr