Hausarbeit schreiben als Erstsemester: Keine Angst vor dem leeren Blatt

Hausarbeit schreiben als Erstsemester: Keine Angst vor dem leeren Blatt

Viele Studienanfänger haben Probleme beim Schreiben der ersten Hausarbeit. Typische Anfängerfehler lassen sich jedoch leicht vermeiden.

Tipps für die erste Uni-Hausarbeit

© dpa

Studenten beginnen mit der Literatursuche am besten sobald sie die Aufgabenstellung für ihre Hausarbeit kennen.

Der eine schreibt völlig unstrukturiert drauf los, der nächste traut sich keine eigene Fragestellung zu: Mit der ersten Hausarbeit hat fast jeder Studienanfänger Probleme. Dabei machten viele ähnliche Fehler, sagte Stefanie Haacke. Sie leitet das Schreiblabor der Universität Bielefeld, das Studenten beim wissenschaftlichen Schreiben berät. Hier kommen einige typische Probleme sowie Tipps, die dagegen helfen.

Eigene Fragestellung für die Hausarbeit finden

Gerade am Anfang des Studiums haben Erstsemester häufig Ehrfurcht vor der Wissenschaft. Statt eigene Gedanken und Fragestellungen zu entwickeln, reihen sie in der Hausarbeit einfach gesammelte Informationen aneinander, erklärte Haacke. Für den Leser ist das ärgerlich: Im schlimmsten Fall weiß er auch in der Zusammenfassung noch nicht, worauf der Autor hinaus will. Um das zu vermeiden, helfe nur, andere wissenschaftliche Arbeiten zu lesen. So wissen Studenten, wie der rote Faden in anderen Arbeiten aussieht- und können sich daran orientieren.

Hausarbeit: Zeitaufwand nicht unterschätzten

In vielen Fällen fangen Verfasser zu spät mit dem Schreiben an, sagte Haacke. Die Folge: Der Text ist bei der Abgabe nicht fertig. Es fehlen beispielsweise Überleitungen- und die Struktur ist auch nicht klar zu erkennen. Für die Zeiteinteilung empfahl Haacke, ungefähr ein Drittel der Zeit für Recherche und die Eingrenzung des Themas zu nutzen. Das zweite Drittel sollte fürs Schreiben reserviert sein und das letzte Drittel für die Überarbeitung. Und auch, wenn es nervt: Am besten fangen Studenten frühzeitig an. Ideal ist, direkt nach Erhalt des Themas die ersten Informationen zusammenzutragen.

Aussagen in der Hausarbeit belegen

Der Ablauf ist in wissenschaftlichen Arbeiten immer gleich. Der Autor macht eine Aussage- und anschließend belegt er sie. In Erstsemesterarbeiten fehlen die Belege aber häufig. Um das zu vermeiden, sollten Studenten sich früh Rückmeldung von Freunden, Kommilitonen oder der Familie holen. Während der Verfasser meist betriebsblind ist, entdecken sie Logikfehler oder fehlende Argumente meist auf einen Blick.

Hausarbeit: Die Einleitung kommt zum Schluss

Bis zur ersten Hausarbeit kennen Studienanfänger wissenschaftliche Texte nur vom Lesen. Beim Schreiben gehen viele dann genauso vor- sie beginnen mit der Einleitung und arbeiten sich dann langsam vor. Doch kaum ein Autor schreibe den Text tatsächlich in einem Rutsch von vorne bis hinten herunter. Besser ist es, mit dem Hauptteil zu beginnen und die Einleitung hinterher zu schreiben, rät Haacke.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 13. September 2013 14:21 Uhr