Rot-Rot-Grün beschließt Erleichterungen für Studierende

Rot-Rot-Grün beschließt Erleichterungen für Studierende

Die rot-rot-grüne Regierungskoalition hat das Berliner Hochschulgesetz geändert, um Nachteile für Studierende durch die Corona-Pandemie abzumildern. Unter anderem wird die Regelstudienzeit verlängert, wie das Abgeordnetenhaus am Donnerstag (17. September 2020) beschlossen hat.

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«Studierende müssen nun Verzögerungen im Studienablauf nicht mehr aufholen, sondern haben dafür ein Semester mehr Zeit», so die wissenschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Ina Czyborra. Dadurch soll eine unbürokratische Verlängerung der Bafög-Förderung möglich sein. In Berlin sind den Angaben zufolge davon rund 22 000 Studierende betroffen.

Prüfungen sollen als «Freiversuch» abgelegt werden können

Darüber hinaus soll es in Berlin im restlichen Sommersemester und im kommenden Wintersemester 2020/21 möglich sein, Prüfungen als «Freiversuch» abzulegen. Wird die Prüfung nicht bestanden, zählt der Prüfungsversuch nicht. Dadurch sollen Ungerechtigkeiten gegenüber Studierenden früherer Semester abgemildert werden. Berlin ist nach Angaben der drei Fraktionen der Regierungskoalition das einzige Bundesland, das eine solche Regelung in sein Hochschulgesetz aufnimmt. Bisher hätten ansonsten nur einzelne Hochschulen solche Regeln beschlossen.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 18. September 2020 08:29 Uhr