Folge von Corona: Kürzere Warteliste der Studentenwohnheime

Folge von Corona: Kürzere Warteliste der Studentenwohnheime

Wegen der Corona-Pandemie verkürzt sich derzeit die Warteliste für Plätze in den Berliner Studentenwohnheimen.

Studentenwohnheim in Berlin

© dpa

Blick auf das neu eröffnete Studentenwohnheim des studierendenWERKs Berlin.

Viele internationale Studenten könnten derzeit etwa nicht ihr Auslandssemester in der Hauptstadt antreten und verzichteten daher auf ihr zugesagtes Zimmer, sagt die Sprecherin des Berliner Studierendenwerks, Jana Judisch.

Stellensuche

Detailsuche »

Kein Leerstand in Wohnheimen

Vor allem die Auslandsprogramme wie Erasmus seien erst einmal zum Halten gekommen. Von einem Leerstand der Wohnheime könne jedoch keine Rede sein, sagt Judisch. «Die Frage ist nicht, wie viele davon leer stehen, sondern wie stark die Warteliste abschmilzt, wenn wir die nicht angetretenen Plätze an andere Bewerberinnen und Bewerber weiter reichen.»
Normalerweise liege der Anteil der internationalen Studierenden in den Heimen bei 72 Prozent. Ob sich daran wegen der Pandemie etwas ändere, sei noch unklar. «Zu vermuten ist, dass es hier keinen signifikanten Unterschied geben wird - auch die Warteliste zeigt einen ähnlich hohen Anteil internationaler Studierender.»

Bundesweit kein Einbruch in der Belegung von Studentwohnheimen

Die Situation in anderen Universitätsstädten sei vergleichbar, heißt es vom Deutschen Studentenwerk. «Stand heute zeichnet sich in den mehr als 1700 Wohnheimen der Studenten- und Studierendenwerke noch kein substanzieller, signifikanter Einbruch ab bei der Belegung», sagt Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde. Die Situation könne bei den Standorten variieren. «Aber im Großen und Ganzen rücken für jene Studierenden, die ihren Wohnheimplatz wegen der Corona-Pandemie nicht nutzen wollen oder können, dafür Studierende von Wartelisten nach.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 4. April 2020 10:46 Uhr