TU sucht Freiwillige für NO2-Messungen

TU sucht Freiwillige für NO2-Messungen

Wie viel Stickstoffdioxid (NO2) atme ich zu Hause ein? Bürger, die das wissen wollen, können sich an einem wissenschaftlichen Projekt beteiligen.

Technische Universität Berlin

© dpa

Technische Universität Berlin.

Gesucht würden möglichst viele Freiwillige, sie bei sich zeitweise eine Sammelvorrichtung aufhängen, wie die Technische Universität (TU) am Mittwoch, den 27. November 2019 mitteilte. Es gehe um einen Zeitraum von zwei Wochen, danach würden die Messröhrchen aus dem Behälter ausgewertet.
Wo genau der Sammler platziert wird, ist den Teilnehmern überlassen. Wer mitmacht, bekommt die Auswertung und damit laut Uni-Angaben genaue Informationen über die NO2-Belastung im eigenen Umfeld. Auch die Teilnahme an Workshops zum Thema sei möglich. Interessierte können sich unter der Adresse no2.atlas@uc.tu-berlin.de melden.

NO2-Atlas für Berlin geplant

Die so gesammelten Werte sollen zusammen mit Angaben zum Standort in einen interaktiven NO2-Atlas Berlins einfließen, den man im Internet einsehen kann. Auch die Senats-Messungen und eigene Messungen mit Studenten würden dort erfasst, hieß es. Bisher seien 200 Sammler verteilt worden.
Mit dem Projekt will das Team vom TU-Fachgebiet Umweltchemie und Luftreinhaltung Lücken im bestehenden Messnetz schließen und verlässliche Werte aus dem gesamten Stadtgebiet bekommen. Man erhoffe sich außerdem Erkenntnisse zu weiteren NO2-Quellen außer Verkehr und Heizungen und zu Einflussfaktoren. Das Projekt läuft bis 2021.

Stickstoffdioxid schadet der Gesundheit

Überschreitungen des NO2-Grenzwerts sind unter anderem in Berlin Grund für Dieselfahrverbote auf mehreren Straßen. Stickstoffdioxid ist ein gesundheitsschädliches Gas.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 27. November 2019 15:25 Uhr