Demo für Nothilfe: Studenten warnen vor Bildungskatastrophe

Demo für Nothilfe: Studenten warnen vor Bildungskatastrophe

Einige hundert Studenten haben am Samstag (20. Juni 2020) in Berlin für mehr staatliche Hilfe in der Corona-Krise demonstriert. Viele hätten ihre Jobs verloren und müssten ihr Studium abbrechen, es drohe eine Bildungskatastrophe, hieß es.

Hörsaal der TU Berlin

© dpa

Ein leerer Hörsaal im Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin.

Vom Hauptbahnhof zogen die Demonstranten unter anderem am Bundesbildungsministerium vorbei. Die Demonstranten forderten einen Zuschuss in Höhe von mindestens einer Milliarde Euro. Der Bund stellt für die Nothilfe bisher 100 Millionen Euro zur Verfügung. Die Veranstalter sprachen von rund 500 Teilnehmern, die dem Dauerregen trotzten. Angemeldet war die Demonstration für 1500 Studenten.

Kipping: 40 Prozent der Studierenden haben ihren Job verloren

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft erkärte: «Je nach Kontostand können Studierende mit bis zu 500 Euro rechnen - für maximal drei Monate. Dieser Betrag geht häufig schon für die Miete drauf.» Der Hilfsfonds müsse verzehnfacht werden. Auch die Hochschulbeschäftigten bräuchten mehr Unterstützung. «Es darf keine verlorene Studierenden-Generation geben», warnte die Parteivorsitzende der Linken, Katja Kipping. Sie sagte, 40 Prozent der Studierenden hätten in der Krise ihren Job verloren. Die bisher angebotene Hilfe der Regierung reiche nicht aus.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 22. Juni 2020 08:20 Uhr