Einigung auf höhere Stundenlöhne für Studenten

Einigung auf höhere Stundenlöhne für Studenten

Nach langen Verhandlungen und fast vier Wochen Streik sollen die studentischen Beschäftigten an Berlins Hochschulen ab Juli 2018 höhere Löhne erhalten.

Ein studentischer Mitarbeiter in der Bibliothek

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Ein studentischer Mitarbeiter in der Bibliothek. Foto: Jan Woitas/Archiv

Die Stundensätze steigen nach Angaben des Tarifkommission zunächst von 10,98 Euro auf 12,30 Euro. Die Mitglieder der Gewerkschaften GEW und verdi müssten dem Kompromiss in der kommenden Woche noch zustimmen, teilte die GEW am Donnerstag (28. Juni 2018) mit. Die Studenten hatten zuletzt einen Stundensatz von 14 Euro gefordert.

Studentenlöhne sollen weiter steigen

Bis zum Jahr 2022 sollen die Vergütungen schrittweise auf 12,96 Euro steigen und ab dem Jahr 2023 an Gehaltserhöhungen anderer Hochschulbeschäftigter gekoppelt werden, die nach dem Tarifrecht der Länder bezahlt werden. Die Hochschulen erhalten ein Widerspruchsrecht für den Fall, dass sie die Erhöhung durch die Hochschulverträge nicht finanzieren können.

8000 Studierende haben Job an der Uni

In Berlin gibt es rund 8000 Studenten mit Jobs an Hochschulen. Sie leiten zum Beispiel Tutorien. Seit 2001 war ihr Stundensatz nach Angaben von Verdi nicht mehr gestiegen. «Studentische Beschäftigte spielen eine wichtige Rolle für die Qualität von Lehre und Forschung an unseren Hochschulen», sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Donnerstag.

Berlin ist einziges Bundesland mit Tarifvertrag

Die deutliche Anhebung des Stundenlohns sowie eine verlässliche Tarifentwicklung sei nicht nur richtig, sondern auch bundesweit ein wichtiges Signal. Berlin sei das einzige Bundesland mit einem studentischen Tarifvertrag.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 29. Juni 2018 09:15 Uhr