Immer mehr studieren ohne Abitur

Immer mehr studieren ohne Abitur

Zwischen 2010 und 2016 stieg die Zahl der Studenten ohne Hochschulreife in Berlin von 3600 auf rund 5000 an, teilte das Centrum für Hochschulentwicklung in Gütersloh mit.

Studierende in einem Hörsaal

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Studierende während einer Vorlesung in einem Hörsaal. Foto: Stefan Puchner/Archiv

Voraussetzungen für ein Studium ohne Abitur ist zum Beispiel eine Lehre samt einigen Jahren Berufserfahrung oder eine bestandene Meisterprüfung. Je nach Vorbildung ist manchmal eine Aufnahmeprüfung Voraussetzung für ein Studium. Nach Hamburg und Nordrhein-Westfalen hat Berlin als Bundesland die meisten Studienanfänger ohne Abitur. Der Anteil lag 2016 bei 3,6 Prozent aller Erstsemester, bundesweit waren es 2,6 Prozent.

Ausbildung plus Studium wird normal

In ganz Deutschland studierten 2016 knapp 57.000 Menschen ohne Abi. Männer und Frauen waren gleichermaßen vertreten, die Hälfte dieser Hochschüler war über 30 Jahre alt. Auffällig viele Frauen wagten noch im Alter über 40 den Sprung in die akademische Welt. «Die Kombination von Berufs- und Hochschulbildung wird immer mehr zum Normalfall. Man muss sich nicht mehr für nur einen Weg entscheiden», sagte CHE-Geschäftsführer Frank Ziegele.

Fachhochschulen beliebter als Unis

Rund die Hälfte der Hochschüler ohne Abi wählte ein Fach aus den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. An zweiter und dritter Stelle stehen Ingenieurwissenschaften und Medizin. Erstsemester ohne Abitur schrieben sich aber generell lieber an Fachhochschulen als an klassischen Universitäten ein.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 5. April 2018 09:14 Uhr