E-Sportler: Zocken in der Profiliga

E-Sportler: Zocken in der Profiliga

Die E-Sport-Szene boomt. Viele Gaming-Fans träumen von einer Karriere als E-Sport-Profi. Welche Voraussetzungen für den Job erfüllt sein müssen und wie man in der Gaming-Branche Fuß fässt - wir klären auf!

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    23.04.2019, Berlin: Zwei Männer sitzen bei der Eröffnung des Hauptquartiers der Organisation G2 Esports in Spielersitzen und spielen vor den Computer-Bildschirmen.
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    10.11.2019, Frankreich, Paris: Kim "GimGoon" Han-saem (v) vom Team FunPlus Pheonix nimmt an der E-Sport WM League of Legends teil.
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    11.05.2019, Berlin: Die Meisterschale ist beim «Grand Final» der Virtual Bundesliga (VBL) zu sehen.
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    27.03.2020, Baden-Württemberg, Mannheim: Tim Christoffel, E-Sportler des SV Waldhof Mannheim, spielt auf einer Spielkonsole das Videospiel «FIFA 20».
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    23.11.2019, Hamburg: Teilnehmer schauen einen eSport-Wettkampf auf einer Bühne auf der Gamevention in der Messe Hamburg.
Der E-Sport, also der elektronische Sport, gewinnt auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Längst gibt es Profi-Vereine, in denen E-Sportler ihr Geld verdienen und mit denen sie an weltweiten Turnieren teilnehmen. Doch wie wird man E-Sportler, welche Talente und Eigenschaften sind gefragt und was muss man tun, um als E-Sportler tatsächlich Erfolg zu haben?

Alltag der E-Sportler: Disziplin und hartes Training

Professionelle E-Sportler, die sich auf ein spezielles Multiplayerspiel festgelegt haben, können nicht einfach drauflos zocken, wie es ihnen passt. Tägliches Training zu festgelegten Zeiten ist sehr wichtig, um Strategie und Spielfähigkeiten zu optimieren. Dabei wird sowohl allein als auch im Team gearbeitet. Vor jeder Trainingseinheit gibt es eine Taktikbesprechung und nach jedem abgeschlossenen Spiel eine Auswertung mit Fehleranalyse. Die Spieler geben sich gegenseitig Feedback und tauschen sich über Neuigkeiten in der Szene aus. Die einzelnen Teams gehören meist offiziellen Vereinen an und haben ihr eigenes Management, welches Trainingseinheiten und Wettkämpfe organisiert. Oft wohnen die Teams vor großen Turnieren zusammen in einem Haus, um noch intensiver trainieren zu können. E-Sport-Turniere finden mittlerweile weltweit und vor großem Publikum statt. E-Sportler haben also auch die Chance, eine große Fangemeinde aufzubauen und Kooperationen mit Werbepartnern einzugehen. Deshalb ist es wichtig für sie, den Kontakt zu Fans und Community über Social Media Kanäle zu pflegen.

E-Sportler werden: Voraussetzungen und Erfolgschancen

Für den Job des E-Sportlers gibt es keine anerkannte Ausbildung. Wer glaubt, das nötige Talent zu besitzen, ist zu Beginn auf sich allein gestellt. Um von einem Verein entdeckt und zu einem Probetraining oder Casting eingeladen zu werden, sollten Aktivitäten der Profis intensiv studiert und die eigenen Spielfähigkeiten so viel wie möglich trainiert werden. Dabei gehören eine ausgeprägte Motorik und hohe Reaktionsgeschwindigkeit zu den Grundvoraussetzungen eines Spielers. Schafft man es, in der internen Rangliste eines Spiels auf die vorderen Plätze, steigt die Chance von einem Talent-Scout entdeckt zu werden. Diese prüfen auch soziale Kompetenzen und den Umgang mit anderen Spielern. Wer in einen Verein aufgenommen wird, erhält ein monatliches Gehalt, welches durch Turnierpreisgelder aufgestockt werden kann. Die Laufbahn eines E-Sportlers ist meist sehr kurz. Ab dem 30. Lebensjahr lassen Reaktionsfähigkeiten und Motorik nach, sodass die Spieler aus dem Profi-Sport ausscheiden.

Alternative Berufsfelder

Leider fallen die Chancen, ein E-Sport-Profi zu werden nur sehr gering aus und für viele bleibt das Spielen ein Hobby. Dennoch bietet die Welt der Games und Spielevents zahlreiche gefragte Alternativen. Wer es als E-Sportler nicht schafft, entscheidet sich vielleicht für eine Ausbildung zum Eventmanager. Der Beruf bietet die Möglichkeit, beispielsweise E-Sport-Turniere oder Spielemessen zu organisieren. Für Gaming-Fans kommt auch ein Studium im Bereich Game Design in Frage. Dabei werden neue Spiele entwickelt und vermarktet. Andere verwandte Berufsbilder sind unter anderem Softwareentwickler und Mediengestalter.

Jobs in der Gaming- und Softwarebranche in Berlin

Zocken erlaubt
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Aktualisierung: Montag, 2. November 2020 16:36 Uhr