Spieletester: Strategen mit Geduld und Reaktionsvermögen

Spieletester: Strategen mit Geduld und Reaktionsvermögen

Es ist die Traumvorstellung aller Gamer: Für das Spielen von PC-, Konsolen und Browser-Games bezahlt werden und dabei ganz bequem von zu Hause arbeiten. Mit entsprechenden Skills und etwas Geduld wird der Job zum Karriere-Sprungbrett.

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Vor allem Jugendliche, Studenten und Schüler träumen davon, mit dem Testen von Spielen ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Und so abwegig ist das nicht, denn tatsächlich werden Spieletesterjobs bevorzugt jungen Menschen als Nebentätigkeit angeboten. Welche Voraussetzungen Tester erfüllen müssen und wie sie aus dem Nebenjob einen Vollzeitberuf machen können - hier ist die Aufklärung.

Die Aufgabe der Spieletester: Mehr als nur zocken

Wer mit dem Testen von Spielen Geld verdienen will, kann nicht einfach drauflos zocken. Die Aufgabe besteht darin, alle Fehler, Schwachstellen und Bugs eines Spiels zu finden und zu dokumentieren. Diese Fehlersuche erfolgt nach einem vorgegebenen Plan und ihre Dokumentation muss für den Programmierer nachvollziehbar und verständlich erstellt werden. Tester sollten sorgfältig und konzentriert arbeiten können und keine Scheu vor monotonen Wiederholungen einzelner Spielsequenzen haben. Gute Deutsch- und Englischkenntnisse sind ebenfalls wichtig, da viele Spiele in Englischer Sprache erscheinen und Fehler sich beispielsweise auch in der Rechtschreibung von Dialogen einschleichen können. Meist erhalten Tester ein entsprechendes Tool, welches zum Dokumentieren der Fehler verwendet wird.

Arbeitsbedingungen und Bezahlung: Flexibilität gefragt

Spieletester arbeiten in den meisten Fällen nebenberuflich und können von diesem Job allein nicht leben. Arbeitgeber zahlen zwischen 7 und 15 Euro pro Stunde. In manchen Fällen gibt es Pauschalvergütungen, bei denen der Stundenlohn unterschiedlich ausfallen kann, je nachdem wie viel Zeit für einen Auftrag benötigt wird. Aussuchen kann man sich die zu testenden Spiele dabei nicht. Zudem sollten Spieletester keine Scheu vor Überstunden und Nachtschichten haben, wenn die Veröffentlichung eines Spiels kurz bevorsteht. Gearbeitet wird oft in sogenannten Testzentren der Hersteller. Auch die Arbeit im Homeoffice ist möglich, wenn Tester die erforderliche technische Ausrüstung bereits besitzen. Manchmal werden Teile des Equipments vom Arbeitgeber gestellt.

Vom Spieletester zum gut bezahlten Profi

Hauptberuflich erfolgreiche Spieletester bleiben wahrscheinlich die Ausnahme, denn für Gamer gibt es keine Ausbildung und somit wenig Aufstiegschancen. Zum Glück bieten die Welt der Spiele und verwandte Branchen gute Alternativen. Gamer entscheiden sich gern für eine Ausbildung zum Web- oder Gamedesigner, um selbst kreativ zu werden und vielfältige Anwendungen zu entwerfen. Ähnliche Aufgaben bietet der Beruf des Softwareentwicklers. Auch hier wird designt und getestet. Wer vom Spielen einfach nicht loskommt, versucht es vielleicht als Spielejournalist. Hierfür wird ein Studium benötigt. Hat man dieses erfolgreich abgeschlossen und seinen Weg in die Branche gefunden, kann man Spiele nicht nur testen, sondern auch öffentlich darüber berichten. In jedem Fall ist der Einstieg als Spieletester in die Games-Welt eine nützliche Erfahrung und ein Plus im Lebenslauf, das für den weiteren Karriereweg entscheidend sein kann.

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Zocken erlaubt
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Aktualisierung: Montag, 2. November 2020 16:37 Uhr