Gewerkschaft: Zu viele Arbeitsverträge in Berlin befristet

Gewerkschaft: Zu viele Arbeitsverträge in Berlin befristet

Auch im vergangenen Jahr wurde nach einer Studie mehr als jeder zweite Arbeitsvertrag in Berlin befristet abgeschlossenen.

Befristeter Arbeitsvertrag

© dpa

Job auf Zeit: Befristete Verträge setzen Firmen in den meisten Fällen zur Erprobung der Mitarbeiter ein.

Besonders in der Gebäudereinigung seien befristete Stellen weit verbreitet, kritisierte die Industriegewerkschaft Bauen, Agrar und Umwelt am 10. Mai 2021. «In der Pandemie können Befristungen für die Betroffenen leicht zur Falle werden, wenn Unternehmen Arbeitsverträge auslaufen lassen», warnte die IG BAU. Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung hatte berechnet, wie verbreitet befristete Einstellungen im zweiten Vierteljahr 2020 waren. In den Zeitraum fiel die erste Welle der Corona-Pandemie, als viele Betriebe schließen mussten. Bundesweit erfolgten demnach gut 39 Prozent aller Einstellungen befristet.
In Berlin waren es mit 52,8 Prozent deutlich mehr. «Die Ursache besteht darin, dass sehr viele junge Leute in die Stadt ziehen und dort eine - oftmals befristete Anstellung - finden», heißt es in der Studie. Der Trend ist jedoch rückläufig. 2019 haben in Berlin noch 55,5 der Job-Wechsler und Neueinsteiger einen unbefristeten Vertrag unterschrieben. Der Anteil der befristeten Verträge bei allen Beschäftigten war in Berlin 2020 so gering wie seit 2003 nicht mehr. Er lag nach der Studie bei 8,4 Prozent.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 10. Mai 2021 11:45 Uhr