Arbeitslosigkeit weiter gesunken: Lage bleibt angespannt

Arbeitslosigkeit weiter gesunken: Lage bleibt angespannt

Nach dem Corona-Schock im Frühjahr ist die Arbeitslosigkeit in Berlin im September weiter gesunken. 209 282 Frauen und Männer waren in dem Monat arbeitslos gemeldet, 5021 weniger als im August, wie die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch (30. September 2020) mitteilte.

Das Logo der Bundesagentur für Arbeit leuchtet

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Das Logo der Bundesagentur für Arbeit leuchtet.

Wie in den Vorjahren sei die übliche Herbstbelebung eingetreten, hieß es zur Erklärung. «Gleichwohl bleibt die Lage fragil und anfällig für Risiken, zum Beispiel in Folge von verzögerten Insolvenzen», sagte der Berlin-Brandenburger Agenturleiter Bernd Becking. Die Arbeitslosenquote der Bundeshauptstadt lag im September bei 10,5 Prozent. Das waren 2,7 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Das ist in etwa der Abstand, der seit April besteht.
Becking sprach von einer insgesamt noch angespannten Situation. Die Arbeitsagenturen und Jobcenter unternähmen alles, um Arbeitslose und Unternehmen zu unterstützen. «Qualifizierung ist das Gebot der Stunde, damit Arbeitslosigkeit sich nicht verfestigt.» Viele Menschen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, seien sehr flexibel und strebten in andere Berufe. Nicht in die Arbeitslosenzahl gehen Erwerbslose ein, die beispielsweise in Weiterqualifizierungen stecken oder die kurzfristig arbeitsunfähig sind. Rechnet man sie hinzu, sind 257 629 Berliner ohne Arbeit. Auch diese sogenannte Unterbeschäftigung sank verglichen mit dem August, lag im September aber um gut 39 000 höher als vor einem Jahr.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 30. September 2020 10:46 Uhr