1000 Euro Prämie für landesbeschäftigte «Corona-Helden» im Gespräch

1000 Euro Prämie für landesbeschäftigte «Corona-Helden» im Gespräch

Tausende in der Corona-Krise besonders geforderte Landesbeschäftigte in Berlin können sich womöglich über eine Prämie von 1000 Euro freuen.

Krankenhaus

© dpa

Entsprechende Überlegungen, über die zunächst der RBB berichtete, wurden der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch aus Senatskreisen bestätigt. Es gehe vor allem um Mitarbeiter, die in der Corona-Krise Außergewöhnliches leisteten und in vielen Fällen einer besonderen Gesundheitsgefahr ausgesetzt seien, hieß es.

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Vorschlag wird noch diskutiert

Zu den Begünstigten sollen nach Recherchen der RBB-«Abendschau» Ärzte und Pfleger der landeseigenen Krankenhauskonzerne Vivantes und Charité zählen, aber auch Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungssanitäter, Mitarbeiter der Gesundheitsämter, Erzieherinnen und Beschäftigte in Jobcentern. Nach dpa-Informationen ist dieser Vorschlag aber noch nicht das letzte Wort. Er müsse weiter diskutiert werden, hieß es. Beschlossen ist noch nichts.

Prämie soll sich aus Berlin-Zulage finanzieren

Die angedachte Prämie geht zurück auf ein Versprechen, das der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) in seiner Regierungserklärung zur Corona-Krise am 26. März im Abgeordnetenhaus abgegeben hatte. Finanziert werden soll sie aus dem Topf der sogenannten Berlin-Zulage.
Der Senat hatte im Vorjahr noch vor Corona beschlossen, jedem der 130 000 Landesbediensteten ab November 2020 monatlich 150 Euro zusätzlich zu zahlen. Nun wird die Verteilung der 41 Millionen Euro, die dafür in diesem Jahr im Haushalt stehen, neu justiert. Laut RBB könnten neben dem Klinikpersonal bei Vivantes und Charité 29 000 Landesbedienstete bedacht werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 23. April 2020 08:29 Uhr