Jusos Berlin gegen längere Arbeitszeiten in Corona-Krise

Jusos Berlin gegen längere Arbeitszeiten in Corona-Krise

Die Jusos Berlin haben die Pläne der Bundesregierung kritisiert, einen Zwölf-Stunden-Arbeitstag für bestimmte Beschäftigte während der Corona-Krise zu ermöglichen.

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© dpa

«Die geplante Änderung des Arbeitszeitgesetzes ist das komplette Gegenteil von Entlastung und Dank», sagte Annika Klose, Landesvorsitzende der Jusos Berlin, laut einer Mitteilung am 09. April 2020. Im Gesundheitsbereich und in der Lebensmittelversorgung sei die Arbeitsbelastung bereits vor der Corona-Pandemie extrem hoch gewesen. Gesellschaft und Staat müssten die Beschäftigten gerade jetzt so stark wie möglich entlasten, forderte Klose.

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Das «Handelsblatt» hatte am Montag von den Plänen der Bundesregierung berichtet. Demnach sollen in bestimmten systemrelevanten Berufen neben einem Zwölf-Stunden-Arbeitstag auch kürzere Ruhezeiten sowie die Beschäftigung an Sonn- und Feiertagen möglich sein. Das Bundesarbeitsministerium hat den Referentenentwurf für eine Arbeitszeitverordnung dem Bericht zufolge im Einvernehmen mit dem Gesundheitsministerium erarbeitet. Die Regelung soll bis Ende Juni befristet sein.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 10. April 2020 09:50 Uhr