Rund 1000 sachgrundlose Befristungen in Verwaltung

Rund 1000 sachgrundlose Befristungen in Verwaltung

Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) rechnet damit, dass das Land bis zum Sommer kaum noch Leute ohne Grund befristet beschäftigt. In der Verwaltung von Land und Bezirken habe es Ende Juni noch rund 1000 sachgrundlose Befristungen gegeben, sagte Kollatz am Dienstag im Roten Rathaus.

Matthias Kollatz (SPD)

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Matthias Kollatz (SPD), Berlins Finanzsenator. Foto: Jörg Carstensen/Archiv

Die Menschen haben also nur befristete Verträge, obwohl die Stelle länger besetzt werden könnte. Das Land Berlin will solche Arbeitsverhältnisse weitgehend abschaffen. Man werde eine «dramatische Abnahme» sehen, sagte Kollatz. Er gehe davon aus, dass man Ende Juni 2019 «nahe Null» sei.
Auch landeseigene Unternehmen sollen mitziehen, etwa die Kliniken Charité und Vivantes. Bei der Charité gab es im Sommer rund 2660 Jobs, die ohne konkreten Sachgrund befristet waren. Kommenden Sommer sollen es laut Senatsfinanzverwaltung 90 Prozent weniger sein.
Es gibt aber trotzdem noch viele Situationen, in denen Leute begründet befristet angestellt werden - etwa als Vertretungen oder in Projekten. In der Verwaltung galt das im Sommer für rund 3700 Menschen. Das waren etwa drei Prozent aller Beschäftigten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 27. November 2018 17:30 Uhr