Neue Jobs: Bundeswehr baut Instandsetzungswerk aus

Neue Jobs: Bundeswehr baut Instandsetzungswerk aus

In der Lausitz sollen mit dem Kohleausstieg viele neue Arbeitsplätze entstehen - auch durch die Bundeswehr. Der Standort der Heeresinstandsetzungslogistik (HIL) in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) soll ausgebaut werden, wie das Bundesverteidigungsministerium am 21. Mai 2021 mitteilte.

Kramp-Karrenbauer besucht Werk der Heeresinstandsetzungslogistik

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Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer besucht das Werk der Heeresinstandsetzungslogistik.

Bundesministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) und Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) haben dazu am Freitag eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Zusätzlich zu den rund 270 bereits bestehenden Arbeitsplätzen sollen bis zu 140 neue Stellen geschaffen werden. Auch ein neues Kompetenzzentrum soll entstehen. Die HIL GmbH mit ihren bundesweit rund 2300 Beschäftigten an 64 Standorten ist dafür verantwortlich, dass die Fahrzeuge und Geräte der Bundeswehr einwandfrei funktionieren.
Die Bundeswehr plant nach den Angaben am Standort Doberlug-Kirchhain in den nächsten zehn Jahren Investitionen bis zu 42 Millionen Euro in moderne Infrastruktur. Für die Koordination des Vorhabens wird das Land Brandenburg eine Task Force einrichten. Kramp-Karrenbauer erklärte vor Ort, der Ausbau sei ein nachhaltiger Schub für die Strukturentwicklung in der Lausitz. Damit würden eine moderne Infrastruktur und attraktive Arbeitsplätze für die Bundeswehr und die Lausitz geschaffen.

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Woidke betonte das Engagement der Bundeswehr in der Lausitz, die Ausbildung junger Nachwuchsfachkräfte zu stärken. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski unterstrich die Bedeutung für die Elbe-Elster-Region im Dreiländereck Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Bürgermeister Bodo Broszinski sagte: «Diese Garantie für den Standort und dessen Weiterentwicklung gibt nicht nur den aktuell Beschäftigten nach jahrelangem Bangen Sicherheit und Perspektive, sondern die avisierten Investitionen bedeuten auch mögliche Aufträge für heimische Betriebe.»
Im Herbst 2019 hatte die Bundesministerin entschieden, die HIL-Werke dauerhaft als Teil der bundeseigenen HIL GmbH zu bewahren und in den nächsten zehn Jahren ausgerichtet am militärischen Bedarf neu aufzustellen. Die Werksinstandsetzung soll künftig an zwei Kompetenzzentren mit den Schwerpunkten «Rad» - in Doberlug-Kirchhain - und «Kette» im saarländischen St. Wendel durchgeführt werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 21. Mai 2021 16:25 Uhr