Handelskammern: Bis 2030 fehlen 200.000 Fachkräfte

Handelskammern: Bis 2030 fehlen 200.000 Fachkräfte

Der demografische Wandel verschärft nach Angaben der Industrie- und Handelskammern in Brandenburg den Fachkräftemangel. Im Jahr 2030 fehlen laut Fachkräftemonitor 200.000 Arbeitskräfte, wie die Kammern gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) am Donnerstag mitteilten. «Dabei werden die größten Bedarfe nicht in den akademischen Berufen erwartet, sondern bei den beruflich Qualifizierten», sagte Carsten Christ, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der brandenburgischen IHK.

Für die nächsten fünf Jahre werde es bei beruflich Qualifizierten eine Lücke zwischen Nachfrage und Angebot von 54.000 Menschen geben, bei Akademikerinnen und Akademiker seien es lediglich 2500. «Dagegen hilft nur, junge Menschen selbst auszubilden, Mitarbeiter weiterzubilden und ältere Kollegen möglichst lange im Betrieb zu halten. Auch aktive Zuwanderung hilft, das Problem zu lösen», so Christ.
Betriebe müssten jetzt vorsorgen, sagte WFBB-Geschäftsführer Steffen Kammradt. Herausforderungen bestünden sowohl in gewerblichen als auch in Dienstleistungsberufen. So werde die Fachkräftelücke bei Büro- und Sekretariatsberufen bis zum Jahr 2030 etwa 30 Prozent betragen, bei Industriemechanikerinnen und -mechanikern seien es etwa 23 Prozent. Mit dem Fachkräfte- und dem Demografiemonitor können Unternehmen in Brandenburg einen Blick auf branchen- und regionsspezifische Entwicklungen werfen.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 20. Mai 2021 13:46 Uhr