IG Metall fürchtet um 500 Siemens-Energy-Stellen in Berlin

IG Metall fürchtet um 500 Siemens-Energy-Stellen in Berlin

Im Zuge des am Dienstag (02. Februar 2021) verkündeten Stellenabbaus bei Siemens Energy fürchtet die IG Metall am Berliner Standort um rund 500 Arbeitsplätze. Genaue Zahlen seien am Nachmittag aber noch nicht bekannt gewesen, teilte die zweite Bevollmächtigte des Berliner Bezirks, Regina Katerndahl, am Dienstag mit.

Ein Teilnehmer einer Kundgebung hält eine IG Metall-Flagge

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Ein Teilnehmer einer Kundgebung hält eine IG Metall-Flagge in der Hand.

Mit einer Zusatzvereinbarung sei sichergestellt, dass der Standort nicht geschlossen werde. Die Energietochter des Technologiekonzerns Siemens hatte am Dienstag angekündigt, trotz schwarzer Zahlen weltweit 7800 Stellen zu streichen, 3000 davon in Deutschland. In der betroffenen Sparte ist das mehr als jeder neunte Job, insgesamt jeder zwölfte. In welchem Umfang die jeweiligen Standorte betroffen sind, wurde zunächst nicht bekannt. Der Stellenabbau soll bis 2025 umgesetzt werden und insbesondere Verwaltung, Vertrieb und Management betreffen.

Grund für Stellenabbau ist eine Steigerung der Profitabilität

Das Unternehmen, das erst im vergangenen Jahr von Siemens abgespalten und an die Börse gebracht wurde, will seine Profitabilität steigern, um sich für die Transformation des Energiemarktes fit zu machen. Dessen Wandel stellt Energy vor große Herausforderungen, denn es ist neben der Windenergie und Stromübertragung auch im Bereich fossiler Energien wie Kohle, Gas und Öl tätig. «Der Abbau von vielleicht über 500 Arbeitsplätzen in Berlin ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten», teilte Katerndahl weiter mit. «Sie haben aktiv die Ausgliederung des Konzerns unterstützt und in der Pandemie sowohl die Produktion in den Werken als auch den Betrieb aus dem Homeoffice am Laufen gehalten.»

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 3. Februar 2021 08:31 Uhr