Mit 2,6 Milliarden Euro 100 000 Arbeitsplätze gefördert

Mit 2,6 Milliarden Euro 100 000 Arbeitsplätze gefördert

Seit der Wiedervereinigung sind in Brandenburg 2,6 Milliarden Euro öffentliche Fördergelder ausgegeben worden - damit entstanden rund 98 700 Arbeitsplätze. Die Investitionen wurden über die Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) unterstützt, wie das Wirtschaftsministerium in Potsdam auf eine Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion mitteilte. Darin enthalten sind EU-, Bundes- und Landesgelder.

Zu den aus öffentlichen Geldern geförderten Unternehmen gehört der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce, der als Beispiel für gelungene Unternehmensansiedlungen in Brandenburg gilt. Rolls-Royce hat für seinem 1992 errichteten Standort in Dahlewitz (Teltow-Fläming) rund 76,5 Millionen Euro aus GRW-Mitteln erhalten, wie aus der Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine andere Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion hervorgeht. Der Landesanteil betrug 50 Prozent. Weitere 12,8 Millionen Euro zahlte Brandenburg für die Technologieförderung.
Noch einmal 10,6 Millionen Euro hat das Land Rolls-Royce für die Entwicklung eines Hybrid-Elektro-Flugzeugprojekts zugesagt. Die Kooperation des Unternehmens mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg wurde aus dem Förderprogramm ProFIT Brandenburg mit knapp 7,9 Millionen Euro flankiert.

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Bei der geplanten Verlängerung der S-Bahn-Linie S2 von Blankenfelde nach Rangsdorf ist auch ein Halt auf dem Firmengelände vorgesehen. Die gesamten Kosten des oft als Rolls-Royce-Bahn bezeichneten Vorhabens werden auf rund 100 Millionen Euro geschätzt. Aktuell plant Rolls-Royce, 550 seiner rund 2800 Arbeitsplätze in Dahlewitz wegen cornonabedingter Auftragsausfälle aus der Luftfahrtbranche abzubauen.
Für Neugründungen mit innovativen Geschäftsideen, die Start-ups, hat das Land Brandenburg laut Wirtschaftsministerium bis Ende Juni dieses Jahres insgesamt 120,5 Millionen Euro aus seinem Risikokapital-Fonds investiert. Damit wurden 106 Firmen mit etwa 2150 Arbeitsplätzen gefördert. Als bestehend meldete das Ministerium 39 Unternehmen, 37 sind insolvent. Bei 30 Firmen wurden nach dem Verkauf durch ihre Gründer keine Daten mehr erhoben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 17. September 2020 06:00 Uhr