Goethe-Institut geht in Kurzarbeit

Goethe-Institut geht in Kurzarbeit

Die Goethe-Institute in Deutschland gehen in Folge der Corona-Krise in Kurzarbeit.

Eine Passantin am Goethe Institut in Berlin

© dpa

Betroffen sind rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie das Institut am Mittwoch (15. April 2020) in Berlin mitteilte. Mit dem Gesamtbetriebsrat werde dazu eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet.

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157 Institute geschlossen

Derzeit sind weltweit fast alle 157 Goethe-Institute für den Publikumsverkehr geschlossen. Dadurch fallen Einnahmen für die Sprachkurse weg, die nur zum Teil durch digitale Angebote kompensiert werde können.
Im Ausland entsteht so nach Angaben des zuständigen Auswärtiges Amtes eine Lücke von bis zu 80 der sonst 100 Millionen Euro. Im Inland, wo das Goethe-Institut in Konkurrenz zu anderen Anbietern steht, werden etwa 50 Millionen Euro pro Jahr mit Sprachkursen eingenommen.

Inländische Institute besonders hart getroffen

Das Goethe-Institut dient als kulturelles Aushängeschild Deutschlands im Ausland. Derzeit sitzt die Kulturinstitution in 98 Ländern. In Deutschland unterhält das Goethe-Institut zwölf Einrichtungen. «Die inländischen Institute sind von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Schließungen besonders hart getroffen», sagte Generalsekretär Johannes Ebert. Der Vorstand prüft demnach Stabilisierungsmöglichkeiten, die von Bund und Ländern angeboten worden seien. Die Bundesregierung hatte zuletzt angekündigt, dem Goethe-Institut mit Krediten im Inland und zusätzlichen Finanzmitteln für die Auslandsarbeit zu helfen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 15. April 2020 14:29 Uhr