Nur selten Frauen an der Spitze von Berliner Mittelständlern

Nur selten Frauen an der Spitze von Berliner Mittelständlern

In Berlin werden Mittelstandsunternehmen einer Studie zufolge noch vergleichsweise selten von Frauen geführt.

Weibliche Führungskräfte in Mittelstandsunternehmen

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Etwa 13 Prozent aller Führungskräfte sind dort nach Angaben der staatlichen Förderbank KfW weiblich. Deutschlandweit sitzt bei rund 18 Prozent eine Frau im Chefsessel, wie aus dem am Mittwoch (14. März 2018) veröffentlichten Mittelstandsatlas 2018 hervorgeht. Im Norden gab es am häufigsten weibliche Führungskräfte. Etwa ein Viertel der kleineren und mittleren Firmen in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg wird nach den KfW-Zahlen von 2016 von einer Managerin geführt.

Weibliche Führungskräfte vor allem bei Dienstleistungsunternehmen

Ein Grund könnte nach Angaben der Förderbank der vergleichsweise hohe Anteil bestimmter Dienstleistungsunternehmen im Norden sein. So stehe etwa im Bereich Erziehung und Unterricht bei nahezu jedem zweiten Mittelständler eine Frau an der Firmenspitze oder habe sich mit einem eigenen Unternehmen selbstständig gemacht.

Viele von Zuwanderern geführte Betriebe in Berlin

In Berlin gibt es viele Betriebe, die mit wissensintensiven Dienstleistungen Geld verdienen - dazu zählt die KfW etwa Anwaltskanzleien, Architekturbüros oder PR- und Finanzberatungen. Mittelstandsunternehmen seien in der Hauptstadt tendenziell internationaler ausgerichtet als in anderen Bundesländern, schreibt die Förderbank. Jedes vierte Unternehmen ist in Europa aktiv. Die Betriebe werden auch öfter von Zuwanderern geführt - der Anteil liegt bei 14 Prozent, der bundesweite Schnitt bei 6 Prozent.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 14. März 2018 12:33 Uhr