28 000 Flüchtlinge in Berlin arbeitssuchend gemeldet

Ein Job oder ein Lehrstelle sind Voraussetzung für eine gelungene Integration von Flüchtlingen. Welch dicke Bretter dabei zu bohren sind, zeigen neue Zahlen der Arbeitsagentur.

Berlin (dpa/bb) - Anerkannte Asylbewerber in Berlin haben es schwer, schnell auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Ende Oktober waren in der Hauptstadt gut 28 000 Menschen mit Fluchthintergrund arbeitssuchend gemeldet. Die meisten von ihnen - 25 700 - bezogen Hartz IV- Leistungen. Das geht aus Daten der Arbeitsagentur hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

34 Prozent der Arbeitssuchenden gelten demnach als arbeitslos. Der Rest befindet sich in vorbereitenden Maßnahmen für den deutschen Arbeitsmarkt. Dazu zählen besonders Integrations-, Sprach- oder Berufssprachkurse. Der Anteil der Geflüchteten an der Gesamtzahl der Arbeitssuchenden in Berlin liegt demnach bei 8,3 Prozent.

Die acht sogenannten Hauptherkunftsländer der Geflüchteten sind Syrien, Afghanistan, Irak, Iran, Pakistan, Eritrea, Nigeria und Somalia. Aus dem Kreis dieser Menschen wurden laut Arbeitsagentur in den ersten drei Quartalen rund 2400 aus der Arbeitslosigkeit heraus in eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt integriert. Dies sei vor allem im Gastgewerbe, dem Dienstleistungssektor (Reinigung, Callcenter, Wach- und Sicherheitsdienste), im Handel und im Kfz-Gewerbe gelungen.

Hinzu kamen 123 Menschen, die sich selbstständig machten und 1247 Menschen, die ein Studium oder eine schulische Ausbildung begannen. Weitere 414 traten eine betriebliche oder außerbetriebliche Lehrstelle an.

Insgesamt konnten 1169 Geflüchtete eine Berufsausbildung beginnen oder nahmen ein alternatives Angebot zur Vorbereitung einer Berufsausbildung in Anspruch - darunter finden sich auch diejenigen, die nicht zwischenzeitlich als arbeitssuchend registriert waren. «Das zeigt, dass die Unternehmen durchaus bereit sind, den Menschen eine Chance zu geben», hieß es bei der Arbeitsagentur.

Bereits im August lag die Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Fluchthintergrund in Berlin bei 8600. Das waren laut Arbeitsagentur gut 3500 mehr als ein Jahr zuvor. Der Zuwachs von 68,9 Prozent sei in Berlin höher ausgefallen als im Bundesdurchschnitt (61,2 Prozent).

Arbeits- und Ausbildungsplätze gelten als wichtige Voraussetzung für eine gelungene Integration. Ein Haupthindernis sind ungenügende deutsche Sprachkenntnisse bei vielen Zuwanderern. «Das Thema Sprache ist extrem wichtig, auch bei den Auszubildenden», so die Arbeitsagentur.

Quelle: dpa
Aktualisierung: Montag, 11. Dezember 2017 07:00 Uhr

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