Erstklässler brauchen Versicherungen- aber welche?

Erstklässler brauchen Versicherungen- aber welche?

Erstklässler sollten bestimmte Versicherungen haben- andere sind dagegen überflüssig. Was Experten empfehlen.

Versicherungsschutz checken

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Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet - bei einem Unfall ist der richtige Versicherungsschutz wichtig. Foto: Mascha Brichta

Viele Erstklässler machen sich derzeit zum ersten Mal auf den Weg zur Schule. Viele Eltern haben dann Angst, dass unterwegs etwas passieren könnte. Für diesen Fall gibt es eine Reihe von Versicherungen, von denen der Bund der Versicherten (BdV) aber nicht alle für vernünftig hält.

Privathaftpflichtversicherung muss sein

Eine Privathaftpflichtversicherung ist laut BdV unverzichtbar. Wenn diese für die Familie gilt, ist das Kind automatisch mitversichert.

Unfallversicherung für Schüler

Bei Unfällen in der Schule, auf dem Weg dorthin und zurück sind Kinder über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Eine private Unfallversicherung deckt außerdem Risiken in der Freizeit ab. Die Grundsumme sollte dem BdV zufolge mindestens 200.000 Euro betragen. Sinnvoll sei, eine Progression zu vereinbaren, um die Leistung bei einer hohen Invalidität zu erhöhen. Eine extra Kinderinvaliditätsversicherung übernimmt Leistungen bei Invalidität, unabhängig von der Ursache - etwa Krankheit oder Unfall.

Wer zahlt, wenn das Kind einen Verkehrsunfall verursacht?

Verursacht der Erstklässler einen Verkehrsunfall, kann er für den Schaden allerdings ohnehin nicht verantwortlich gemacht werden: Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr sind nicht deliktfähig. Im Straßenverkehr gilt das sogar bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr. Stellen Unfallgegner entsprechende Forderungen, sollten Eltern dem nicht nachgeben, sondern ihren Privathaftpflichtversicherer einschalten, rät Bianca Boss vom BdV. Der kann die Haftungsfrage prüfen.

Privathaftpflichtversicherung soll auch Schäden durch Kinder abdecken

Es kann sein, dass die Versicherung die Ansprüche gerichtlich zurückweisen lässt- weil das Kind nicht deliktfähig ist. Dann geht der Geschädigte leer aus. Manchen Eltern ist das unangenehm. Sie sollten deshalb darauf achten, dass ihre Privathaftpflichtversicherung auch Schäden durch Kinder abdeckt, die noch nicht deliktfähig sind. Die Police lässt sich oft gegen einen Beitragszuschlag erweitern. Sie ist in der Höhe aber begrenzt, zum Teil verlangen die Versicherer eine Selbstbeteiligung.

Risikolebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung für die Eltern

Die beste Versicherung für die Kinder ist dem BdV zufolge eine ausreichende Absicherung der Eltern. Dazu zählt etwa eine Risikolebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 1. September 2015 13:33 Uhr

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