Kritik am Chef klug verpacken

Kritik am Chef klug verpacken

Arbeitnehmer dürfen ihren Chef selbstverständlich kritisieren. Auf der sicheren Seite ist, wer die Kritik klug anbringt und den richtigen Zeitpunkt findet.

Gespräch mit dem Chef

© dpa

Niemand hört gerne Kritik. Wer sich bei der Chefin beschweren will, formuliert lieber gleich einen Verbesserungsvorschlag.

Wollen Mitarbeiter Kritik am Chef äußern, sollten sie nicht mit der Tür ins Haus fallen. «Viele Vorgesetzte sind überhaupt nicht kritikfähig», sagt Juliane Dreisbach, Psychologin aus Freudenberg. Umso wichtiger ist deshalb, kritische Anmerkungen richtig zu verpacken.

Verbesserungsvorschläge machen

Mitarbeiter sollten Kritik am Vorgesetzten immer mit einem Verbesserungsvorschlag verknüpfen. Stört Mitarbeiter ein bestimmtes Verhalten, wissen sie idealerweise, wie es stattdessen besser wäre. Ein Beispiel: Ein Vorgesetzter wirft zwei Mitarbeiter aus einem Team immer in einen Topf und unterscheidet nicht, wer was leistet. Hier kann ein Vorschlag lauten: Ich würde mir wünschen, dass wir eine Liste machen, welcher Mitarbeiter welche Aufgaben übernimmt.

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Gespräch rasch suchen

Viele warten mit der Kritik so lange, bis sie richtig sauer sind. Dann passiert es schnell, dass ein Gespräch eskaliert. Statt auf das jährliche Mitarbeitergespräch zu warten, ist es oft besser, von sich aus bereits zu einem früheren Zeitpunkt das Gespräch zu suchen und die problematischen Punkte anzusprechen.

Ruhigen Moment abwarten

Wie gut das Gespräch läuft, hängt wesentlich davon ab, wann Mitarbeiter und Vorgesetzter sich unterhalten. Arbeitnehmer sollten sich für so ein Gespräch immer einen Termin geben lassen und es nie spontan führen. Während der Unterhaltung ist es wichtig, immer sachlich und wertschätzend bleiben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 23. August 2016 10:59 Uhr