Arbeitslosigkeit als Chance: 10 Tipps für den Neustart

Arbeitslosigkeit als Chance: 10 Tipps für den Neustart

Um aus der Arbeitslosigkeit heraus wieder in Lohn und Brot zu kommen, müssen Jobsuchende organisiert und zielgerichtet vorgehen. Zehn Tipps auf dem Weg zum neuen Job.

Arbeitssuchende sollten zielgerichtet vorgehen

© dpa

Bei der Suche nach einem Job sollten Arbeitslose zielgerichtet vorgehen. Ein wichtiger Schritt ist der Gang zum Arbeitsamt, um sich dort "arbeitssuchend" zu melden und Arbeitslosengeld zu erhalten.

Arbeitslosigkeit ist fast immer eine persönliche Katastrophe. Statt in einer Schockstarre zu verharren, ist es wichtig, möglichst rasch aktiv zu werden, sagt der Karrierecoach Hans-Georg Willmann. Diese zehn Tipps helfen dabei.

Tipp 1: Formalitäten klären

Wenn eine Kündigung droht, sollte der erste Gang zur Arbeitsagentur führen. Spätestens drei Monate vor Beginn der Arbeitslosigkeit müssen Erwerbstätige sich "arbeitssuchend" melden, sonst drohen Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld.

Tipp 2: Realistische Selbsteinschätzung

Am Beginn der Arbeitssuche sollte eine kritische Bestandsaufnahme der eigenen Fähigkeiten stehen. "Man muss die Kränkung einer Kündigung erst einmal überwinden", sagt Willmann. Unmittelbar nach der Kündigung würden viele ihr Können unterschätzen. Hier gelte es, sich klar zu machen, was man kann. Dabei helfe oft die Einschätzung von Freunden und Ex-Kollegen.

Tipp 3: Bewerbungsunterlagen aktualisieren

"Bevor man sich bewirbt, muss man sich erst einmal startklar machen", sagt Willmann. Jobsuchende sollten deshalb im nächsten Schritt ihre Unterlagen auf den aktuellen Stand bringen. Wer Fragen hat, kann sich an die Arbeitsagentur wenden. Dort werden auch Bewerbungstrainings angeboten.

Tipp 4: Bewerbungen schreiben

In der schriftlichen Bewerbung gehe es dann darum, sich für den Job interessant zu machen, sagt Jürgen Hesse, Karrierecoach aus Berlin. Der Bewerber muss sich dabei fragen: "Was macht mich in den Augen des Personalers attraktiv?"

Tipp 5: Aktiv sein

Bewerber sollten Firmen gezielt ansprechen. "Ein Großteil der offenen Stellen wird nie ausgeschrieben", sagt Hesse. Bei einer Initiativbewerbung habe man zudem weniger Konkurrenz. Zur Kontaktaufnahme empfiehlt der Coach Personal- und Fachmessen.

Tipp 6: Ungewöhnliche Wege gehen

Eine andere Möglichkeit sei, die für einen interessanten Firmen einfach anzuschreiben, rät Willmann. Dabei sollte jedoch nicht gleich eine komplette Bewerbungsmappe verschickt werden, sondern ein persönliches Anschreiben, ergänzt um ein kurzes Leistungsprofil.

Tipp 7: Bewerbungsgespräche trainieren

Ein Kardinalfehler beim Vorstellungsgespräch sei, dass sich Bewerber nur unzureichend über die Firma informieren, sagt Hesse. Vor dem Gespräch sollten sich Jobsuchende außerdem darüber klar werden: "Was habe ich eigentlich anzubieten?"

Tipp 8: Fortbildungen machen

"In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit sollte alle Energie in die Jobsuche gesteckt werden", sagt Willmann. Ab dem vierten Monat seien Weiterbildungen sinnvoll: "Man muss auch zeigen können, dass die Arbeitslosigkeit genutzt wurde."

Tipp 9: Neue Jobideen entwickeln

Für manche kann der Schritt in die Selbstständigkeit ein Weg aus der Arbeitslosigkeit sein. Die Arbeitsagentur fördert das unter Umständen mit einem Gründungszuschuss. Gibt es freie Stellen in einer Branche, hat die Vermittlung jedoch Vorrang.

Tipp 10: Nach Alternativen suchen

Wer länger arbeitslos ist, für den können auch Probearbeit und Hospitanzen ein Türöffner sein. "Je länger die Arbeitslosigkeit dauert, desto sinnvoller sind solche Maßnahmen", sagt Willmann. "Wer gerade frisch arbeitslos geworden ist, dem rate ich davon eher ab." Bei längerer Arbeitslosigkeit sollte auch über Umschulungen nachgedacht werden.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 6. Mai 2013 17:18 Uhr

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