Frauen im Job: So gibt es mehr Gehalt

Frauen im Job: So gibt es mehr Gehalt

Schlechte Jobs, eine niedrige Karrierestufe, Diskriminierung: Dies sind nur einige Gründe, warum Frauen weniger verdienen als Männer. Doch es gibt Möglichkeiten, die Lücke zu schließen.

Männer vehandeln offensiver

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Offensiveres Auftreten: Ein Grund, warum Männer mehr verdienen ist, dass sie in Gehaltsgesprächen besser verhandeln als Frauen.

Bei der Gehaltsabrechnung gibt es keine Geschlechtergleichheit: Frauen verdienen im Durchschnitt deutlich weniger als Männer. «Seit Jahren ändert sich daran nichts», sagt Prof. Sonja Bischoff. Die Betriebswirtschaftlerin aus Hamburg forscht seit den 80er Jahren zum Thema. Und manches kann die einzelne auch gar nicht ändern. Aber es gibt für Frauen dennoch einige Tipps, die helfen können, beim Gehalt mit den Männern gleichzuziehen.

Frauen verdienen im Schnitt 22 Prozent weniger als Männer

Das Bundesamt für Statistik veröffentlichte neue Zahlen zur Lohnlücke zwischen Männern und Frauen. Sie liegt 2012 wie in den Vorjahren bei 22 Prozent. Etwa zwei Drittel der Lücke erklären die Statistiker mit strukturellen Gründen: Frauen arbeiten eher in schlechter bezahlten Berufen und im Schnitt auf niedrigeren Karrierestufen. Das letzte Drittel der Lohnlücke zwischen den Geschlechtern lässt sich damit jedoch nicht erklären. Bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit verdienen Frauen im Schnitt immer noch 7 Prozent weniger als Männer. Hier einige Tipps, das zu ändern:

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Gehen Sie dahin, wo die Männer sind

Um viel zu verdienen, sollten Frauen sich in eher männlich dominierten Berufen umsehen, rät Bischoff. Der Grund: Das Lohnniveau sei dort von vorneherein höher als in Berufen, in denen Frauen dominieren.

Einstiegsgehalt sollte möglichst hoch sein

«Frauen sollten bei ihrem ersten Job keine Kompromisse machen», sagt Prof. Bischoff. Denn wie viel sie in den kommenden Jahren verdienen, hänge immer auch von der Höhe des Einstiegsgehalts ab. «Was ich am Anfang nicht bekomme, gibt es später nie mehr.» Statt den erstbesten Job zu nehmen, rät Bischoff, in Ruhe den Markt zu sondieren - und zur Not auch eine kurze Phase der Sucharbeitslosigkeit auszuhalten. Denn wer zu niedrig einsteigt, kann das in den Jahren darauf kaum wettmachen. «Große Gehaltssprünge sind später eher die Ausnahme», sagt die Expertin.

Alle zwei Jahre nachverhandeln

«Mindestens alle zwei Jahre sollten Frauen beim Gehalt nachverhandeln», empfiehlt Bischoff. Der richtige Zeitpunkt dafür seien die jährlichen Feedback-Gespräche.

Variable Gehaltsbestandteile vereinbaren

Frauen können ihr Gehalt steigern, wenn sie mit dem Arbeitgeber Leistungs- und Erfolgsprämien vereinbaren. «Unsere Studien zeigen, dass sie damit deutlich mehr verdienen als mit einem festen Gehalt», sagt Bischoff. Vielen Frauen fehle es in dieser Hinsicht jedoch an Risikofreude. Ihr Rat: Sich zu trauen, lohnt sich.

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Peinliche Fehler beim Job-Gespräch

  • Peinlich beim Job-Gespräch: Mangelnde Umgangsformen© flickowski/ Creative Commons
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  • Peinlich beim Job-Gespräch: Proletenlook© Thomas Martin Pieruschek/ www.photocase.com
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 26. März 2013 10:36 Uhr

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