Stress im Job: Nach der Arbeit richtig abschalten

Stress im Job: Nach der Arbeit richtig abschalten

Vielen fällt es schwer, nach einem anstrengenden Arbeitstag abzuschalten. Tipps, wie man den Kopf wieder freibekommt.

Nach der Arbeit gleich umziehen und loslaufen

© dpa

Nach der Arbeit gleich umziehen und loslaufen: Sport ist eines der besten Mittel, um auf andere Gedanken zu kommen.

Wer im Job dauernd unter Strom steht, sollte im Feierabend abschalten. Doch nicht jedem gelingt das. Manches nimmt man mit nach Hause.

Nach der Arbeit eine halbe Stunde etwas anderes machen

«Der Trick ist, nach der Arbeit erst einmal eine halbe Stunde ganz etwas anderes zu machen», rät der Psychologe Prof. Dirk Windemuth. So sollten Arbeitnehmer, die im Büro tätig sind, sich nach Dienstende erst einmal etwas bewegen, empfiehlt der Experte vom Institut für Arbeit und Gesundheit (IAG) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Folgende Regeln helfen Windemuth zufolge, den Stress nach der Arbeit loszuwerden:

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Bewegen und Sport treiben

Wer viel im Büro arbeitet, sollte sich nach der Arbeit körperlich betätigen. «Mindestens eine halbe Stunde sollten Arbeitnehmer sich nach ihrem Job bewegen, um auf andere Gedanken zu kommen.» Wie Arbeitnehmer sich bewegen, sei Geschmackssache: Der eine arbeite gerne im Garten, andere gehen joggen oder steigen aufs Fahrrad. Wichtig sei nur, sich überhaupt zu bewegen, und nicht gleich vor dem Fernseher zu versacken. «Der Trick ist, sich zu Hause erst gar nicht hinzusetzen.» Windemuth empfiehlt, zu Hause gleich die Sportschuhe anzuziehen und loszulaufen.

Entspannen beim Feierabendbier oder beim Glas Wein

So lange der Alkoholkonsum nicht ausartet, sei es völlig in Ordnung, sich zur Entspannung ein Feierabendbier oder ein Glas Wein zu genehmigen. «In südlichen Ländern macht man das ja auch.», so der Experte. Für viele sei das Feierabendbier genau wie ein gutes Essen eine Möglichkeit, schnell zu entspannen. Diese Möglichkeit sollten Arbeitnehmer sich nicht verbieten, sondern sich nach einem anstrengenden Tag erlauben. Besser jedoch, es bleibt bei einem Bier oder einem Glas Wein.

Zeit mit Freunden oder der Familie verbringen

Das beste Mittel gegen Stress sei es, nach der Arbeit Freunde zu treffen oder Zeit mit der Familie zu verbringen. «Wer ein funktionierendes, soziales Netz hat, kommt nach der Arbeit leicht auf andere Gedanken.», erklärt Windemuth.

Tabu: Büro-Mails lesen

Ein Tabu sollte es sein, nach der Arbeit weiter dienstliche E-Mails zu beantworten oder berufliche Telefonate zu führen, wenn Beschäftigte nicht dazu verpflichtet sind. «Dann kommt man zu Hause nie runter.»

Intensive Aktivität hilft beim Vergessen

Sabine Sonnentag, Professorin für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Mannheim, im Interview mit der «Personal Quarterly» (Ausgabe 2/2018) kommt zu einem sehr ähnlichen Ergebnis. Eine gute Voraussetzung für das Abschalten seien Aktivitäten, in denen man förmlich aufgeht - die also so intensiv sind, dass man dabei alles andere vergisst. Das kann Sport sein, ein Hobby, aber auch eine gemeinsame Unternehmung mit Freunden.

Gedanken an Arbeit nicht zwanghaft verbieten

Sonnentag gibt aber auch zu bedenken, dass sich Berufstätige das Denken an die Arbeit nicht zwanghaft verbieten sollten. Nicht jeder Gedanke ans Büro oder die Kollegen ist schädlich. Ungünstig sei aber vor allem negatives Grübeln.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 16. März 2018 10:50 Uhr