Rente mit 60: Welche Voraussetzungen muss man erfüllen?

Rente mit 60: Welche Voraussetzungen muss man erfüllen?

Wer schon mit 60 in Rente gehen will, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen - und Abzüge in Kauf nehmen.

Illustration Rente

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Wunsch nach frühem Ruhestand: Heute noch mit 60 Jahren in Rente zu gehen ist an enge Voraussetzungen geknüpft.

Hinweis vom 27. März 2019: Dieser Artikel und die Informationen darin sind nicht mehr aktuell. Die genannten Personengruppen sind mittlerweile 67 Jahre alt und können daher nicht mehr unter den genannten Bedingungen mit 60 Jahren in Rente gehen. Davon bleibt unberührt, dass nach wie vor nicht jeder bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze arbeiten muss. Auch hier gilt: Wer sich für einen früheren Renteneintritt entscheidet, muss Abschläge in Kauf nehmen. Wie hoch diese im individuellen Fall sind, darüber informiert die zuständige Rentenversicherung.
Auch heute können Rentenversicherte noch mit 60 in Rente gehen. Dieser Schritt ist allerdings an enge Voraussetzungen geknüpft. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung in Berlin hin.

Rente mit 60 für Frauen

So können Frauen, die vor dem 1. Januar 1952 geboren wurden, schon mit 60 eine Altersrente beziehen, obwohl ihre Altersgrenze für den Renteneintritt bei 65 liegt. Es müssen aber mindestens 15 Jahre lang Beiträge auf ihr Rentenkonto geflossen sein - sei es durch eigene Einzahlungen vom Gehalt oder durch die Anrechnung von Kindererziehungszeiten. Und mehr als 10 Jahre dieser Beitragszeit müssen nach dem 40. Geburtstag liegen.

Rente mit 60: Die Abschläge

Für den vorzeitigen Eintritt in den Ruhestand gilt auch in diesen Fällen, dass die Rente nur mit Abschlägen gezahlt wird. Für jeden Monat, den man vor dem regulären Rentenalter in Rente geht, werden 0,3 Prozent abgezogen. Das bedeutet, wenn man bei einem regulären Rentenalter von 65 Jahren vorzeitig mit 60 in Rente gehen will, muss mit einem dauerhaften Abzug von 18 Prozent (60 Monate x 0,3 Prozent) gerechnet werden.

Rente mit 60: Voraussetzungen für Arbeitslose

Dieselben Voraussetzungen für die Mindestbeitragszeiten - 15 Jahre - gelten für Arbeitslose, die früher eine Altersrente beziehen wollen. Mindestens 8 Jahre der sogenannten Pflichtbeitragszeit müssen direkt vor dem Rentenbeginn liegen, die Beiträge werden auch in Zeiten der Arbeitslosigkeit durch die Arbeitsagentur entrichtet. Die Arbeitslosigkeit muss mindestens 52 Wochen nach dem Tag bestehen, an dem der Versicherte 58 Jahre und 6 Monate alt ist.
Auch für Arbeitslose ist der frühe Renteneintritt nur möglich, wenn sie vor 1952 geboren sind- diese Jahresgrenze hat der Gesetzgeber mit dem Rentenreformgesetz mit Wirkung vom 1. Januar 2000 festgelegt. Versicherte, die zwischen Dezember 1948 und Dezember 1951 geboren sind, können die Altersrente frühestens mit 63 und nur mit Abzügen in Anspruch nehmen.

Rente mit 60 für Schwerbehinderte

Besondere Regeln gelten den Angaben nach auch für Schwerbehinderte, die vor 1952 geboren sind. Sie können mit der Vollendung des 63. Lebensjahres ohne Abzüge eine Altersrente beziehen. Wer mit 60 in Rente gehen will, muss Abzüge von bis zu 10,8 Prozent in Kauf nehmen.
Rente ab 63
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Rente mit 63: Wer hat Anspruch?

Seit dem 1. Juli 2014 können einige Versicherte bereits mit 63 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen. Dafür müssen sie jedoch einige Voraussetzungen erfüllen. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 27. März 2019 15:11 Uhr