Arbeitsalltag erleichtern und optimieren: Fünf Tipps

Arbeitsalltag erleichtern und optimieren: Fünf Tipps

Mit dem Jahreswechsel kommen die guten Vorsätze - auch im Job. Kleine Kniffe helfen, um den inneren Schweinehund zu bezwingen.

Gute Vorsätze im Job

© dpa

Öfter mal Pause machen - gute Vorsätze reichen nicht, an der konsequenten Umsetzung scheitert es schnell.

Alle Jahre wieder meldet sich zu Silvester das schlechte Gewissen. Es grummelt: «Nächstes Jahr muss alles anders werden.» Dann werden Vorsätze geschmiedet.

Realistische Planung

Neben Klassikern wie «Mit dem Rauchen aufhören» und «Mehr Sport treiben» gehört dazu für viele auch, im Beruf voranzukommen. Aber ohne realistische Planung sind solche Vorsätze nichts als heiße Luft. Ein Grund dafür, dass Vorsätze so selten umgesetzt werden, sind übersteigerte Erwartungen, warnt Rudolf Stroß, Psychologe aus Bergisch Gladbach. Folgende Tipps führen zum richtigen Weg:

1. Tipp: Endlich Ordnung halten

Der Schreibtisch quillt regelmäßig über? Zum Aufräumen ist einfach nie Zeit? Ein typischer Fall von Aufschieberitis. Da hilft nur eins: Anfangen! Also: sich einmal die Zeit nehmen und Ordnung schaffen. Das klappt am besten, indem man sich einen festen Termin vornimmt, rät Stroß.
Der Jahreswechsel ist auch eine Gelegenheit, um zu entrümpeln. Dabei helfe es, den Inhalt von Schubladen in drei Kisten zu sortieren, rät die Organisationsberaterin Sophie Babendererde aus dem schleswig-holsteinischen Wohltorf. Sie tragen die Aufschrift «Brauche ich noch», «Kann weg» und «Brauche ich vielleicht noch». Die dritte Kiste kommt in den Schrank. Bleibt sie dort ungeöffnet, wird sie spätestens nach sechs Monaten komplett entsorgt.

2. Tipp: Weniger Überstunden machen

Pünktlich gehen ist oft einfacher gesagt als getan. Am besten klappt es, wenn man sich für den Feierabend etwas vornimmt - zum Beispiel Sport. Denn dann bekommt das Kürzertreten im Job eine positive Wendung. Beschäftigte sollten sich also vor Augen halten, wofür sie sich mehr Zeit nehmen, rät die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) in Hamburg.

3. Tipp: Weniger stressen lassen

Stress im Job ist nicht selten hausgemacht. Denn manche können einfach nicht Nein sagen. Dann sind sie immer der Dumme, an dem alles hängenbleibt. Beschäftigte müssen Kollegen aber auch mal einen Korb geben, wenn diese ihnen etwas aufs Auge drücken wollen. Dabei spielen sie am besten mit offenen Karten, wie die VBG empfiehlt. Sie erklären also, warum sie keine Zeit haben, die Aufgabe zu übernehmen.

4. Tipp: Mehr für die Gesundheit tun

Hier empfiehlt Rudolf Stroß das Bonmot von Erich Kästner: «Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.» Das heißt: Nicht lange planen und über Diätpläne oder passende Sportarten grübeln, sondern machen. Und mit kleinen Dingen anfangen: Morgens mal Tee statt Kaffee trinken, mittags einen Salat in der Kantine bestellen, mit dem Rad zur Arbeit fahren. «Mehr Sport machen» ist laut der VBG nicht konkret genug: Besser ist es, sich zum Beispiel immer montags um 19.00 Uhr zum Joggen zu verabreden.
Gut ist auch, Kollegen bei solchen Vorsätzen mit ins Boot zu holen. «Beistand ist sehr wichtig», sagt Stroß. Wer sich in der Kantine mit einem Salatfan verabredet, hat es beim Abnehmen leichter, als wenn der Kollege immer Currywurst mit Pommes isst.

5. Tipp: Auf der Karriereleiter vorankommen

Endlich die Weiterbildung anfangen oder Zehn-Finger-Schreiben lernen? Dabei hilft es, sich zu «committen», wie das auf Neudeutsch heißt: Als Erstes erzählen Beschäftigte ihren Kollegen von ihren Plänen. Dadurch verpflichten sie sich ihnen gegenüber, sie auch in die Tat umzusetzen. «Das erhöht den sozialen Druck», erklärt Stroß.

Literatur:

Die Kunst der Selbstveränderung: Kleine Schritte - große Wirkung, Vandenhoeck & Ruprecht, ISBN: 978-3525404102, 16,90 Euro.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 4. Februar 2011 14:18 Uhr

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