Fehler in der Bewerbung vermeiden: Sieben Beispiele

Die Ansprüche an Anschreiben, Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgespräch haben sich geändert. Was früher üblich war, kann heute fatal sein. Sieben Beispiele, wie es heute richtig ist.
Das Vorstellungsgespräch meistern
Die wichtigsten Stationen im Lebenslauf sollten Bewerber kurz und knapp benennen- ihre Nationalität müssen sie aber nicht mehr unbedingt angeben. © dpa

1. Fehler: Anschreiben in die E-Mail

Bei einer elektronischen Bewerbung sind viele Jobsuchende unsicher, wo das Anschreiben hingehört. Experten raten, es als PDF-Dokument im Anhang mitzuschicken. E-Mails mit viel Text würden von Personalern so gut wie nie gelesen. Bewerber schreiben in der E-Mail daher am besten nur zwei oder drei Zeilen, in denen sie sich auf die Stellenanzeige beziehen. Dann verweisen sie auf die Bewerbungsunterlagen im Anhang.

2. Fehler: Familienstand angeben

Ledig oder geschieden, ein Kind oder keins: Solche Angaben zum Familienstand im Lebenslauf sind bei Bewerbungen kein Muss. Auch wenn es früher üblich war- heute wundern sich Personaler in der Regel nicht, wenn die Informationen fehlen. Tipp: Angaben nur machen, wenn es für Bewerber von Vorteil ist. Das kann zum Beispiel bei einer Frau ein Vorteil sein, die bereits erwachsene Kinder hat.

3. Fehler: Staatsangehörigkeit im Lebenslauf angeben

Im Lebenslauf die Staatsangehörigkeit anzugeben, ist heute eher unüblich. In der Regel ist es am besten, die Angabe wegzulassen. Sie macht nur Sinn, wenn sie überraschend ist. Hat jemand einen ausländisch klingenden Namen, ist aber deutscher Staatsangehörigkeit, könne es sinnvoll sein, darauf hinzuweisen.

4. Fehler: Unvorbereitet ins Bewerbungsgespräch

Spontanität und Schlagfertigkeit sind gut, aber insbesondere für Anfänger gilt: Steht ein Bewerbungsgespräch an, spielen Schulabgänger es am besten vorher mit Freunden durch. So bekommen sie Ideen, welche Fragen Personaler stellen könnten und können sich dann auf die Antworten vorbereiten. Möglicherweise haken Freunde auch an Punkten im Lebenslauf nach, die Jugendliche selbst gar nicht so interessant finden. Dann werden sie nach der Übung davon im Vorstellungsgespräch nicht überrascht.

5. Fehler: Sich verstellen

Versuchen Sie erst gar nicht, jemand zu sein, der Sie nicht sind- der Personaler merkt es sowieso. Übertriebenes Coolsein kommt zudem negativ an, mit einem Kaugummi im Mund machen Bewerber beispielsweise garantiert einen schlechten Eindruck.

6. Fehler: Lange Pausen im Bewerbungsgespräch

Läuft ein Bewerbungsgespräch gut, ist die Unterhaltung im Fluss, und es gibt keine längeren Pausen. Gut ist deshalb, wenn Jobsuchende sich bemühen, Fragen der Personaler nicht nur mit einem Satz zu beantworten und ein Gespräch zuzulassen. Machen sie das nicht, und das Gespräch geht stockend voran, wirken Jobsuchende schnell unsouverän und überfordert. Muss der Personaler einem alles aus der Nase ziehen, entsteht im schlimmsten Fall der Eindruck, dass ein Bewerber viel Arbeit macht.

7. Fehler: Schlecht über den letzten Arbeitgeber sprechen

Bewerber sollten im Vorstellungsgespräch nichts Schlechtes über ihren Ex-Chef sagen. So ein illoyales Verhalten wirkt unprofessionell. Häufig ist das allerdings leichter gesagt als getan. Was tun, wenn der Personaler fragt: «Und was hat Ihnen an der letzten Stelle missfallen?». In so einer Situation ist es am besten, erst einmal die positiven Aspekte am alten Job herauszustellen. Dann können Bewerber etwa darauf hinweisen, dass sie gerne größere Projekte machen oder Führungsverantwortung übernehmen wollen.

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Quelle: dpa
Aktualisierung: Freitag, 7. April 2017 11:46 Uhr

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