Online-Bewerbung: Die Todsünden angehender Azubis

Online-Bewerbung: Die Todsünden angehender Azubis

Jugendliche, die sich online bewerben, sollten die Spielregeln kennen- und einhalten.

Online-Bewerbungen

© dpa

Immer häufiger setzen Unternehmen auf Online-Bewerbungen.

Bei Online-Bewerbungen für eine Lehrstelle kommt es auf die richtige Form an. Folgende Todsünden dürfen Jugendliche dabei nicht begehen:

Keine unseriösen E-Mail-Adressen

Spitznamen in der Mail-Adresse gehen gar nicht. Also bitte nicht heissehexe123» oder ähnliches. Eine seriöse E-Mail-Adresse besteht aus dem Vornamen und Nachnamen, also zum Beispiel Max.Mustermann und dann der Provider. Wer eine solche Adresse nicht besitzt, sollte sie sich vor der Online-Bewerbung unbedingt noch besorgen - kostenlose Angebote gibt es genug.

Rechtschreibung unbedingt einhalten

Auch wenn der Ton und die sprachliche Form in E-Mails und Chats eher locker ist - in Online-Bewerbungen gilt das nicht. Ein laxer Umgang mit der Rechtschreibung ist daher schnell ein K.O.-Kriterium. Die Ausbilder monieren ohnehin, dass viele Bewerber Lese- und Schreibschwächen haben.
Durch Rechtschreibfehler in der Bewerbung disqualifiziert man sich schnell. Auch komme es nicht gut an, wenn Bewerber in einer E-Mail einfach alles klein schreiben oder Smileys verwenden.

Auf Anrede und Grußformel achten

«Hi!» ist die falsche Art, eine Online-Bewerbung zu beginnen. Auch im Internet ist die Standardformel zu Beginn des Anschreibens immer noch «Sehr geehrte Damen und Herren». Noch besser ist es, gleich den Ausbilder anzuschreiben, wenn man dessen Namen kennt. Auch ein formloser Gruß am Ende des Anschreibens ist tabu. Man schreibt 'Mit freundlichen Grüßen' und nicht 'Mfg' oder 'Cheers!'.

E-Mail-Bewerbung kurz halten

Auch wenn eine E-Mail kein Seitenende hat - die Geduld eines Personalers ist begrenzt. Die Online-Bewerbung darf daher nicht in einen Roman ausarten. Mehr als 1600 bis 2000 Anschläge inklusive Leerzeichen sollte das Anschreiben nicht haben. Als Ausdruck darf es nicht länger als eine Seite sein. Am einfachsten ist es, den Text in einem separaten Programm vorzuschreiben, bevor man ihn in die E-Mail oder ein Bewerbungsformular im Internet kopiert.

Bewerbungsunterlagen in einen Anhang packen

Ein «Riesenwust» von Anhängen schreckt Personaler schnell ab. Am besten packt man Lebenslauf, Zeugnisse, Foto und andere Referenzen alle in ein Dokument und hängt das an. Das Anschreiben kann dabei gleich in der E-Mail stehen und muss nicht zusätzlich angehängt werden.

Anhang darf nicht größer als 5 MB sein

Die Bewerbung darf außerdem nicht das Postfach des Ausbilders verstopfen - sie müsse daher insgesamt weniger als fünf Megabyte groß bleiben.

Schnell reagieren

Jugendliche sollten täglich ihre E-Mails abrufen, damit sie bei der Lehrstellensuche über das Internet kein Angebot verpassen. Das Netz ist ein schnelles Medium. Bewerber müssen damit rechnen, dass Ausbilder mit einer E-Mail gleich mehrere Kandidaten anschreiben. Wer dann als Letzter reagiert, hat das Nachsehen.

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  • Peinlich beim Job-Gespräch: Mangelnde Umgangsformen© flickowski/ Creative Commons
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 17. Februar 2011 11:37 Uhr