Bewerbungskosten von Azubis sind Privatsache

Bewerbungskosten von Azubis sind Privatsache

Der Aufand einer Bewerbung ist groß: Mappe, Foto, Anfahrt - und die Kosten fallen in der Regel auf den Bewerber zurück.

Bewerbungsmappe

© dpa

Für die Unkosten, die beim Erstellen einer Bewerbungsmappe entstehen, kommen Azubis meist selbst auf.

Wer sich um einen Ausbildungsplatz bewirbt, trägt die Kosten dafür in der Regel selbst. Auslagen zum Beispiel für Bewerbungsmappen, Kopien und Fotos sind laut der Bundesagentur für Arbeit (BA) «Privatsache».

Allerdings gebe es seit Anfang des Jahres für die jugendlichen Bewerber die Möglichkeit, bei der BA eine Kostenübernahme zu beantragen. Die Bewilligung sei dann «Ermessenssache des Vermittlers».

In der Praxis übernehme die Agentur die Kosten bei solchen Ausbildungsbewerbern, die diese Förderung beantragen und einen finanziellen Engpass glaubhaft machen, erläutert die Agentur für Arbeit in Hamburg.

Arbeitgeber ist nicht zahlungspflichtig

Ein Sonderfall können die Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch sein. Grundsätzlich gilt zwar, dass der potenzielle Arbeitgeber diese Kosten übernehmen muss. Viele Bewerber um einen Ausbildungsplatz zahlen sie aber selbst.

Denn das Unternehmen ist von der Pflicht befreit, sobald es ausdrücklich in der Einladung zum Gespräch darauf hinweist, dass der Bewerber alles selbst finanzieren muss, erklärt Dirk Neumann vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) in Berlin. «In aller Regel wird er diesen Passus auch finden.» Ebenfalls nicht zahlen muss der Arbeitgeber, wenn der Ausbildungsplatzbewerber über die BA vermittelt wurde.

Vor der Bewerbung informieren

Neumann empfiehlt den jungen Bewerbern, bevor überhaupt Kosten entstehen, telefonisch nachzufragen, ob die Stelle noch frei ist. Außerdem rät er, schon im Vorfeld mit dem potenziellen Arbeitgeber und der BA zu klären, ob es Möglichkeiten zur Kostenübernahme gibt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 26. November 2009 13:32 Uhr

Mehr zum Thema