Kaufmann im Groß- und Außenhandel: Warenspezialist zwischen Hersteller und Handel

Kaufmann im Groß- und Außenhandel: Warenspezialist zwischen Hersteller und Handel

Kaufleute im Groß- und Außenhandel sorgen dafür, dass große Warenmengen zuverlässig bei ihren Kunden ankommen. Dafür brauchen sie Kalkül, Übersicht und fundiertes Wissen über ihre Produkte.

  • Großbestellung© dpa
    Die Kunden vom Groß- und Außenhandelskaufmann Mirco Hildebrandt sind Unternehmen. Statt einem Eimer Farbe kaufen die ganze Paletten ein. Hildebrandt arbeitet beim Farb- und Lackspezialisten Brillux in der Niederlassung in Lüneburg.
  • Farbmischmaschine© dpa
    Wie setzt sich die gewünschte Farbe zusammen? Zu den Aufgaben von Groß- und Außenhandelskaufleuten wie Mirco Hildebrandt gehört auch das Anmischen von Farben nach Kundenwunsch an der Farbmischmaschine.
  • Farb- und Lackspezialist© dpa
    Mit seiner Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann ist Mirco Hildebrandt breit aufgestellt. Die Fachkräfte braucht es nahezu in allen Branchen.
  • Beratung auch auf Englisch© dpa
    Beratung nicht nur auf Deutsch: Wer Groß- und Außenhandelskaufmann werden will, sollte auch auf Englisch kommunizieren können.
  • Passt der Helm?© dpa
    Passt der Helm? Was sind Vor- und Nachteile? Wer Groß- und Außenhandelskaufmann werden will, sollte sich gut überlegen, welche Branche ihn interessiert. Denn zu dem Job gehört es, sich in die jeweilige Produktpalette zu vertiefen.
  • Produktpalette© dpa
    Als Groß- und Außenhandelskaufmann muss Mirco Hildebrandt über alle Produkte seines Arbeitgebers Bescheid wissen, um seine Kunden dazu beraten zu können.
  • Kundenberatung© dpa
    Für Introvertierte ist der Job als Groß- und Außenhandelskaufmann nichts. Zu den regelmäßigen Aufgaben von Mirco Hildebrandt gehört es auch, Kunden zu beraten. Dann ist Einfühlungsvermögen und Kommunikationsstärke gefragt.
  • Lager© dpa
    Von wegen Bürojob: Wer als Großhandelskaufmann arbeitet, ist immer wieder auch im Lager unterwegs.
Blumen, Autoreifen oder Wandfarbe: Die meisten Unternehmen stellen ihre Waren in großen Mengen her. Nach der Herstellung müssen die Produkte zum Kunden gelangen: entweder direkt oder über Zwischenhändler. An dieser Stelle kommen Groß- und Außenhandelskaufleute ins Spiel.

Schwerpunkte Logistik und Warenwirtschaft

Kaufleute im Groß- und Außenhandel hantieren häufig mit großen Warenmengen. «Sie sind ein zentrales Element der Vertriebskette», sagt Silvia Annen vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Aus der Masse der kaufmännischen Berufe sticht dieser durch starken Fokus auf Logistik und Warenwirtschaft heraus, erläutert sie.

Händler zwischen Produktion und Verkauf

«Wir sind gewissermaßen die Zwischenhändler.» So beschreibt Mirco Hildebrandt die Aufgabe von Groß- und Außenhandelskaufleuten kurz und prägnant. Hildebrandt, 26, aus Lüneburg, hat diese Ausbildung in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossen und arbeitet seitdem bei seinem Ausbildungsunternehmen: dem Farb- und Lackspezialisten Brillux.

Aufgaben von Groß- und Außenhandelskaufleuten

Hildebrandt ist in der Lüneburger Niederlassung des Unternehmens tätig. Zu seinen Kunden zählen Maler- und Stuckateurbetriebe, Baufirmen und Raumausstatter. Er hat mit Unternehmen zu tun, nicht mit Privatkunden. Die kaufen natürlich ganz andere Mengen als etwa ein durchschnittlicher Baumarktkunde. Der Verkäufer muss die pünktliche Lieferung dieser Mengen sicherstellen können. Ohne die Produkte können Hildebrandts Kunden nicht arbeiten.

Einsatzfelder von Groß- und Außenhandelskaufleuten

In nahezu allen Branchen gibt es Bedarf an Groß- und Außenhandelskaufleuten. «Industrie, Handwerk, Handel: Der Beruf bietet breite Einsatzfelder», sagt Annen. Die Ausbildung ist populär und rangiert bei Männern unter den Top 10 hinsichtlich der Zahl der Ausbildungsverhältnisse.

Benötigter Schulabschluss für die Ausbildung

Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung nicht vorgeschrieben. «Die meisten Betriebe setzen zumindest die mittlere Reife voraus», sagt Selcan Emir von der Industrie- und Handelskammer in Frankfurt am Main. Die Tendenz gehe zur Hochschulreife.

Was steht auf dem Lehrplan für Azubis?

Die Ausbildung dauert drei Jahre und unterteilt sich je nach Kerngeschäft der Betriebe in die beiden Fachrichtungen Großhandel und Außenhandel: «Im Außenhandel stehen Geschäfte im internationalen Feld mehr im Fokus», erklärt Emir. Im Lehrplan geht es dann vermehrt um Zollbestimmungen und die speziellen Anforderungen an Transportverträge mit Firmen, die in außereuropäischen Ländern sitzen. Bei der Fachrichtung Großhandel lernen die Azubis die Details des Warenflusses: Warenbeschaffung, -verkauf, Management des Lagers.

Voraussetzungen, die Azubis mitbringen sollten

Egal welche Fachrichtung Azubis einschlagen: Einige grundlegende Eigenschaften sind Voraussetzung. Organisationstalent, Interesse an wirtschaftlichem Handeln, Finanzen und Verkauf sowie Kommunikationsbereitschaft gehören dazu.

Ausbildungsbetrieb auch nach Warenfeld auswählen

Bei der Wahl des Ausbildungsbetriebs sollten sich angehende Azubis bewusst sein, dass sie sich intensiv mit dessen Waren beschäftigen. Blumen, Autoteile, Baustoffe- mit jedem Unternehmen wartet ein anderes Warenfeld. In Mirco Hildebrandts Fall ist es die Welt der Lacke und Farben, der Wärmedämmung und Werkzeuge. «Um meine Kunden wirklich gut zu beraten, brauche ich technisches Wissen zu unseren insgesamt 12.000 Produkten.»

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    Peinlich beim Job-Gespräch: Mangelnde Umgangsformen
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 7. Dezember 2015 12:00 Uhr